“Cup of good hope”
Es steht 1:0 - Jordanien spielt im Finale gegen Liberia. Hochspannung im Hammerpark. Und gute Stimmung bei den Spielern – denn es geht nicht um spitze Ellenbogen oder grelle Trillerpfeifen, sondern um Fair Play und Völkerverständigung.
Ein Beitrag von Katharina Rettke
Parallel zur letzten Woche der ‚echten’ Weltmeisterschaft findet in etwas kleinerem Rahmen der ‚Cup of Good Hope’ statt – eine Weltmeisterschaft, bei der das Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ 1:1 umgesetzt wird: Benachteiligte Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahre aus der ganzen Welt treten in einem Kleinfeldturnier gegeneinander an – doch nicht etwa, um möglichst schnell das Leder in das gegnerische Tor zu bringen. Hier stehen der Spaß und der faire Umgang miteinander im Mittelpunkt, der Ball dient als Bindeglied zwischen den Kulturen und soll helfen, Vorurteile gegenüber den anderen Ländern abzubauen.
Viele der jungen Teilnehmer kommen aus armen Ländern, in denen ein freies Leben, wie wir es kennen, unmöglich ist. Als Erfolg zählt hier umso mehr die gewonnene Anerkennung, die die Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein ausmacht.
Wo viele Kulturen aufeinander treffen, ist vor allem auch der kulturelle Austausch neben den Spielen ein wichtiger Bestandteil des ‚Events der anderen Art’. So soll ausländischen Jugendlichen die deutsche Kultur näher gebracht werden, ihre eigene Kultur aber ebenso den Charakter der Veranstaltung prägen können. Das Rahmenprogramm sieht viel versprechend aus: Zwischen den eigenen Spielen ist genügend Zeit für ein Fußball-Training mit Profis, Schulbesuche, Konzerte und Freizeit. Nicht weniger ist die Auseinandersetzung mit den Kulturen und der Geschichte berücksichtigt. Ein interkultureller Abend unter dem Motto ‚All equal – all different“ ist geplant, genauso ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers in Neuengamme und Spiele, die die Teilnehmer für den Umgang mit fremden Kulturen sensibilisieren sollen.
In einem Land, das Geschichtsbücher zu großen Teilen mit Fremdenfeindlichkeit füllt und in dem heute vielerorts wieder harsch diskutiert wird, bietet das Turnier eine gute Chance, zu beweisen, dass Rassismus und Feindschaften hier keinen Platz haben.
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Der „Cup of Good Hope“ wird in Hamburg vom 2. bis 10. Juli 2006 zum ersten Mal ausgetragen. Träger des Projektes sind der Verein „klick e.V.“ und das „WM Fanoffice Hamburg 2006“.
Weitere Informationen, eine genaue Projektbeschreibung und Informationen, wie du dich einbringen kannst, findest du unter www.cupofgoodhope.org oder unter 04132-933933
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k.rettke at freihafen.org



