Internationales Treiben
Springende, schwimmende, sprintende und fahrende Studenten in den Stadien, Hallen und auf den Straßen Hamburgs, zu tosendem Beifall agierend. Bilder, die 2015 der Realität entsprechen könnten. Kaum jemand blickt in eine so ferne Zukunft. Das Universiade-Bewerbungskomitee hingegen richtet seinen Fokus darauf aus. Hamburg befindet sich auf der Bewerberliste für das zweitgrößte Multisportereignis nach den Olympischen Spielen.
In den letzten Wochen wurde ein Diskus in den Medien ausgelöst. Der finanzielle Aufwand sei zu groß, die Bewerbung sei hinfällig und ähnliche Thesen schlängelten sich durch die Presse. Der Geschäftsführer des Bewerbungskomitees, Thomas Beyer, schafft sich Luft: „Wir treten international mit dem Verband für Deutschland an und eine solche Absichtserklärung kann man nicht zurückfahren.“ Die Hafenstadt, die sich im nationalen Vergleich durchsetzen konnte, bewirbt sich nach wie vor, auch nach einem die Finanzen betreffenden Tief.
Mit der 28. Universiade wäre Hamburg nicht nur ein weiteres Großereignis auf universitärer Ebene beschert, sondern auch ein kultureller und akademischer Austausch. Idole des Sports und gescheite Köpfe in jeder einzelnen Seele vereint treffen hier in Massen (10.000 internationale Gäste) aufeinander. Vorher gilt es für Hamburg die internationalen Bewerber aus dem Rennen zu schicken. So entstand hinter dem Motto “Eine Stadt wird zum Stadion” eine Triade an hamburgspezifischen Argumenten. Maritim, innovativ und mittendrin integrieren die Metropole in das Geschehen. „Wir müssen dem Gigantismus der vergangenen Jahre intelligente und innovative Lösungen entgegenstellen“, erläutert Beyer.
Die Natürlichkeit der sportlichen Attraktionen gebettet in die natürliche Umgebung der Elbstadt. Kurze Wege von der Unterkunft (auf dem Heiligengeistfeld situiert) zu den einzelnen sportlich und kulturell relevanten Zielen definieren das Schlagwort mittendrin. Innovative bzw. intelligente Vorschläge erhofft sich Thomas Beyer auch von Studenten. Umweltbewusste, ökonomische und wiederverwendbare Ideen wie das Universiadedorf zählt er dazu. Ein enormer Aufwand, der durch die maritimen Gegebenheiten (Hafenkreuzer, „Hafencity als Schaufenster für Studenten“) ergänzt würde.
Im Hinterkopf steckt für Hamburg mehr: Anerkennung, die Akquirierung von Talenten des globalen Balls und damit eine stabile Konkurrenzfähigkeit. Demnach erlebe die Stadt mehr als einen kurzfristigen Nutzen zur betreffenden Universiade.
Sollte die FISU (Foderation International du Sport Universitaire) die Konzession an ein anderes Land verteilen, gingen Fleißesschweiß und Millionen von Euro den Bach hinunter. Das Universiade-Bewerbungskomitee arbeitet rund um die Uhr, um eine derartige Niederlage abzuwenden.
Eine erste Bewährung stellt die 4. Studierenden-Weltmeisterschaft im Beach-Volleyball dar. Diese soll dem internationalen Komitee (FISU) beweisen, dass Deutschland das Feier- und Organisationstalent seit der Fußball-WM 2006 nicht eingebüßt hat. In dem Zeitraum vom 1.7. bis 6.7. dieses Jahres treffen die besten Studenten aus über 30 Nationen unter der goldenen Sonne im weißen Sand um die Beach-Klubs aufeinander. Ein Blick auf einen spektakulären Sport mit dem Elbpanorama im Hintergrund und einem kühlen Getränk in der Hand gibt einen ersten Eindruck auf die Universiade 2015.
Janine Engeleiter
Praktikanten gesucht:
Das Bewerbungskomitee um Thomas Beyer sucht kreative Unterstützung für das Projekt Universiade 2015. Für Genaueres und eure eigene Bewerbung um einen Platz im Team meldet euch unter bewerbungskomitee-universiade@bsb.hamburg.de



