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	<title>freihafen.org &#187; Tung´s Kitchen</title>
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	<description>Jugendmagazin aus Hamburg — Wir. Hier. Jetzt.</description>
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		<title>Tung‘s Kitchen</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 12:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tung´s Kitchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsichere Jungs in der Schmuckabteilung gehören zu den bedauernswertesten Menschen die man im Kaufhaus sehen kann. Wirklich, man versetze sich in die Lage eines verliebten: Endlich hat man es geschafft die Schöne aus der Humanmedizin anzusprechen und war mit ihr ein paar Mal aus, da kommt auch schon ihr Geburtstag auf einen zu. Das Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsichere Jungs in der Schmuckabteilung<br />
gehören zu den bedauernswertesten<br />
Menschen<br />
die man im Kaufhaus sehen kann.<br />
Wirklich, man versetze sich in die Lage<br />
eines verliebten: Endlich hat man es<br />
geschafft die Schöne aus der Humanmedizin<br />
anzusprechen und war mit<br />
ihr ein paar Mal aus, da kommt auch<br />
schon ihr Geburtstag auf einen zu. Das<br />
Problem ist offensichtlich. Hinter den<br />
Geschenken zum Geburtstag steckt<br />
oft eine strenge Hierarchie. Ganz oben<br />
positioniert sind die Eltern und Großeltern,<br />
klar, sie haben die größte Brieftasche<br />
und wissen im besten Fall was die<br />
Prinzessin will. Darauf folgt der engere<br />
Freundeskreis, mit vielen symbolträchtigen<br />
Dingen, und so geht es munter<br />
weiter bis zu den entferntesten Bekannten<br />
mit billigem Sekt oder noch<br />
billiger eingekauften Gutscheinen.<br />
Ziel sollte es also sein in dieser Rangliste<br />
möglichst gut einzusteigen.<br />
Schmuck ist hier allerdings ein gefährliches<br />
Minenfeld, davon können<br />
nur allzu viele ein Lied singen. Auch<br />
von Parfum sollte man die Finger lassen.<br />
Man bedenke, die Frau ist nicht abgeneigt,<br />
aber ein fataler Fehlgriff kann sich hier negativ<br />
auf die Zukunft auswirken. Die bessere Lösung<br />
für alle Schmuckladenbummler ist es, zu Hause<br />
zu bleiben, genauer gesagt in der Küche. Gute,<br />
selbst gemachte Dinge die von Herzen kommen<br />
sind immer noch das Nonplusultra unter den<br />
Geburtstags-Chartbreakern. Im Folgenden das<br />
Rezept für drei sehr einfache Geburtstagsüberraschungen<br />
die auf jeden Fall gut ankommen.<br />
Ein kleines Menü aus Orangenpralinen, Sesamtoffees<br />
mit Schoko-Mousse und als Krönung der<br />
Bittersüße „Martini Miosga“ welcher im Übrigen<br />
auch einen guten Zweck erfüllt, falls es mit IHR<br />
doch nicht so klappen sollte. Viel Spaß beim ausprobieren!<br />
[Orangenpralinen]<br />
2 Orangen<br />
200g Zartbitter-Schokolade<br />
Setzt Wasser in einem kleinen Topf auf, nun<br />
gebt ihr die Schokolade in eine Glasschüssel und<br />
legt diese über den Topf, nun fängt die Schokolade<br />
an zu schmelzen. Währenddessen schält ihr<br />
die Orangen, enthäutet sie und schneidet kleine<br />
Streifen aus dem Fruchtfleisch. Nun nehmt ihr<br />
einen kleinen Spieß um die Orangenstücke in die<br />
geschmolzene Schokolade zu tunken. Fertig sind<br />
die Orangenpralinen.<br />
[Sesamtoffees mit Schoko-Mousse]<br />
400g Zucker<br />
200g Sesam<br />
200g Zartbitter-Schokolade<br />
70g Butter<br />
350g Sahne<br />
2 Eier<br />
1 EL Amaretto<br />
2 EL Honig<br />
Die Toffees sind so schnell gemacht wie die Pralinen.<br />
Kippt den Zucker in einen Kochtopf zusammen<br />
mit etwa 8-10 EL Wasser. Nun wird der Topf<br />
bei niedriger Flamme erhitzt. Sobald die Masse<br />
anfängt, gelblich zu werden, kommt der Sesam<br />
hinein. Das ganze nun weiter erhitzen bis der Zucker<br />
goldbraun geworden ist. Nun kann die ganze<br />
Masse auf eine mit etwas Öl beriebene Fläche<br />
Alufolie gießen und flach ausstreichen. Vorsicht!<br />
Die Masse ist extrem heiß. Sobald sie Kalt geworden<br />
ist kann die Toffeemasse in kleinere Stücke<br />
gebrochen werden.<br />
Für den Schoko-Mousse muss wiederum Schokolade<br />
geschmolzen werden, diesmal zusammen<br />
mit der Butter. Gleichzeitig schlagt ihr in einem<br />
anderen Behälter die Sahne steif und in einem<br />
dritten Behälter werden die Eier zusammen mit<br />
dem Honig leicht zu Schaum geschlagen. Nun<br />
die Schoko-Masse und die Sahne zusammen mit<br />
dem Amaretto bei den Eiern unterheben und fertig<br />
ist der Schoko-Mousse. Das Ganze am besten<br />
in Whisky-Gläsern mit den Toffees oben drauf<br />
servieren.<br />
[Martini Miosga: 1 Liter]<br />
3 Limetten<br />
(viel) Zucker<br />
40cl Martini<br />
45cl Sinalco® ColaMIX wahlweise Kinnie<br />
Das besondere am Martini Miosga ist seine Balance<br />
von Süße und Bitterkeit, welche auch ein<br />
Anzeichen für eine gewisse Einstellung beim<br />
Trinken sein kann. Je nach belieben kann hier<br />
ausbalanciert werden, da wir es mit einem fröhlichen<br />
Anlass zu tun haben sollte die Mischung<br />
nicht zu Bitter sein. Die drei Limetten werden<br />
gepresst und deren Saft mit beliebiger Menge<br />
Zucker gemischt, sodass eine Art Limettensirup<br />
entsteht. Nun in Reihenfolge Sirup, ColaMIX und<br />
Martini in eine Literflasche kippen, und schütteln.<br />
Der ColaMIX von Sinalco wird in diesem Fall<br />
genutzt, da er verhältnismäßig bitterer ist, als<br />
andere Cola/Orange Mischungen. Wer es ganz<br />
bitter haben will, weil auch sonst alles eher bitter<br />
ist, besorgt sich Kinnie, das Maltesische Nationalgetränk,<br />
und nutzt dies statt Sinalco. Aber<br />
Vorsicht, Kinnie hat sich aus gutem Grund noch<br />
nirgendwo außerhalb von Malta etabliert.</p>
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		<title>Kochkolumne: Mit Wein gegen  Zickenterror</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 13:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gast</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tung´s Kitchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele meiner Freunde kommen zu mir und fragen panikartig nach Rezepten, weil sie ihrer Freundin großspurig versprochen haben, heute was zu kochen.
Ich empfehle: Warum nicht das Essen von Luigi machen lassen und es zu Hause aufwärmen? Doch Vorsicht! Zu gutem Essen gehört auch immer guter Wein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele meiner Freunde kommen zu mir und fragen panikartig nach Rezepten, weil sie Jahrestage, Geburtstage oder sonstiges vergessen haben. Ich male mir die Situation jedes mal genau aus:  Laut Murphy’s Gesetz wird die Freundin an diesem Tag besonders schlecht gelaunt gewesen sein. Zickenterror im Büro oder ein nerviger Dozent können so mancher Freundin wirklich den Tag verderben. Es gibt nichts auf der Welt, das sie nun so aufmuntern könnte wie der Freund zu Hause, der großspurig versprochen hat, heute was zu kochen. Der Ärger ist natürlich vorprogrammiert, die meisten meiner Freunde sind nicht gerade die geborenen Köche. Meine Antwort auf dringliche Rezeptfragen ist aufgrund dessen nie ein bestimmtes Rezept, sondern das nächstbessere Restaurant! Kochen, zumindest nichtprofessionelles Kochen und vor allem für jemanden, den man mag, ist eine aufwendige Sache. Dies auf den letzten Drücker zu tun, kann nur den Untergang bedeuten, schließlich will man auch nicht, dass man aus Druck etwas Schlechtes auftischt.</p>
<p>Warum also nicht das Essen von Luigi machen lassen und es zu Hause aufwärmen? Ist man dabei geschickt, fliegt die Sache auch nicht auf. Doch Vorsicht! Ein gutes Essen reicht hier bei weitem nicht als Ablenkungsmanöver. Zu gutem Essen gehört auch immer guter Wein (der teuerste Wein im Supermarkt muss kein guter sein). Die Korrespondenz zwischen Essen und Wein ist im Prinzip eine Wissenschaft für sich. Doch wenn man auf diesem Feld gut navigiert, gibt es immer den einen oder anderen Vorteil. Im Folgenden also Weintips zu bestimmten Gerichten.</p>
<p><strong>Weißweine:</strong></p>
<p><strong>Riesling</strong><br />
Der Riesling kann als König der Weißweine bezeichnet werden, solange es um die Korrespondenz mit Essen geht. Früher weitesgehend dem Fisch zugeordnet, reichen heute prinzipiell zwei gute Rieslinge aus, um ein gutes Essen etwas zu veredeln. Durch die großen Variationsmöglichkeiten bei diesem Wein, findet man für jeden Gang etwas passendes. Dies kann von einem trockenen Kabinett bis zu einem süßlichen Spätlese reichen. Besonders prädestiniert sind Rieslinge für asiatisches Essen.</p>
<p><strong>Grauburgunder</strong><br />
Geht es in die etwas deftigere Richtung, Steaks, Braten oder eine Foie Gras wird meistens ein Rotwein empfohlen. Weißweinfanatiker kommen mit einem Grauburgunder jedoch ebenfalls voll auf ihre Kosten. Durch seinen säurearmen Geschmack und einem etwas stärkeren Alkoholgehalt bietet ein Grauburgunder eine gute Alternative zu einem schweren Rotwein und ist nach dem Essen auch ein guter Aperetif.</p>
<p><strong>Sauvignon Blanc</strong><br />
Geht es um leichte, grüne Sommerkost, wilden Spargel etwa, empfiehlt sich ein Sauvignon Blanc. Leicht und unbeschwert wie der Sommer selbst, verleiht ein etwas würzigerer Sauvignon Blanc dem Essen noch mehr Qualität. Auch für warme Sommerabende auf der Terrasse ist dieser Wein durchaus zu empfehlen. Durch seine Leichtigkeit kann der Abend auch ruhig bleiben und der Kater am nächsten Tag ist bei guten Weinen ohnehin nicht vorhanden.</p>
<p><strong>Empfehlungen</strong><br />
Ich weiß, was ihr jetzt denkt. Tung hat seine Seele der Weinindustrie verkauft! So ist es vielleicht, aber vor allem für unten aufgeführte Weißweine war es das Wert. Die Weine gibt es bei jedem besseren Weinhändler zu kaufen und kosten nicht die Welt. Bei dieser Gelegenheit muss ich auch einen Dank an meinen Weinhändler Uli vom Frankfurter Weingarten aussprechen, der mir in dieser Ausgabe mit Rat und Tat zur Seite stand. Rotweinfetischisten müssen sich übrigens leider noch bis nach der Sommerpause gedulden, aber ich kann jetzt schon sagen, dass sich das Warten lohnt.</p>
<p><em>Weingut Zilliken, Butterfly (Riesling). Halbtrocken. 2007. (Mosel-Saar-Ruwer)<br />
Weingut Dönnhoff, Riesling Q.b.A. Trocken. 2007. (Nahe)<br />
Weingut Dönnhoff, Grauburgunder. Trocken. 2007. (Nahe)<br />
Weingut Sauer, Sauvignon Blanc. Trocken. 2006. (Pfalz) (Bio Winzer!)</em></p>
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