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	<title>freihafen.org &#187; Europa</title>
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	<description>Jugendmagazin aus Hamburg — Wir. Hier. Jetzt.</description>
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		<title>Gedanken zu Europa</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 16:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elbbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Europabegriff erfreut sich vielfach keiner großen Beliebtheit. Gerade deswegen setzt sich der Gewinner des Schreibwettbewerbs zum Europamarkt mit dem Thema auseinander.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Europabegriff erfreut sich vielfach keiner großen Beliebtheit. Viel Negatives wird mit ihm verbunden. Nicht selten wird Europa als ein bürokratisches Monstrum dargestellt, das unseren Alltag verregelt, unsere nationalen Interessen missachtet und immer mehr Kompetenzen an sich reißen will. Je größenwahnsinniger es uns in seinem Expansionsstreben erscheint, desto machtloser gibt es sich dafür in der internationalen Politik. An diesem Eindruck wird vorerst auch der neu erschaffene Posten eines europäischen Außenministers kaum etwas ändern können. Zudem gilt Europa seit Langem als wahnhafter Agrarberserker, der seinen Millionen Bauern Riesensummen von Steuergeldern für nutzlose Leistungen ziellos in den Rachen wirft. Leicht erliegt man dem Eindruck, in Europa einen bürgerfremden Superstaat zu sehen, der irgendwo im Hintergrund die Fäden zieht: machtbesessen, undurchschaubar und abgestumpft gegen jede Kritik.</p>
<p>Doch man muss sich fragen, ob derartige Eindrücke Europa wirklich charakterisieren. Sind sie nicht vielmehr Ausdruck von groben Unwissen oder gehässiger Negationslust? Sicher lässt sich Vieles an Europa kritisieren, und es wird auch viel kritisiert. Die vielen Vorteile der europäischen Einigung finden dabei jedoch keine Beachtung oder werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Hört man gelegentlich doch einmal etwas Gutes über Europa, sind es im Wesentlichen drei Punkte, die angeführt werden: Zuallererst wird schon fast rituell der Friedensgedanke hervorgehoben, der durch die europäische Einigung endgültig realisiert werden konnte. Zum Zweiten werden gerne der freie Personenverkehr und die erfolgreiche wirtschaftliche Kooperation zwischen den Mitgliedstaaten sowie die für einen erheblichen Teil der Gemeinschaft bereits realisierte gemeinsame Währung erwähnt. Und nicht zuletzt wird auch der daraus resultierende ökonomische Erfolg gepriesen, den Europa für viele seine Mitglieder oftmals mit sich gebracht hat. Aber auch vor diesen Punkten schreckt die Kritik schon nicht mehr zurück. Es wird gefragt, ob es nicht vielmehr der Nordatlantikpakt (NATO) war, wenn nicht sogar die nukleare Abschreckung, die den Frieden in Europa so lange gesichert, ja regelrecht erzwungen hat. Es wird gefragt, ob zum Beispiel der freie Personen- und Warenverkehr nicht auch durch gewöhnliche Verträge zwischen den europäischen Staaten hätte realisiert werden können, ohne dabei einen riesigen und machthungrigen politischen Frankenstein zu erschaffen, der danach strebt seine Mitglieder zu entmündigen und sich einzuverleiben. Und was den ökonomischen Erfolg angeht, so lässt sich auch dieser, angesichts der momentanen Griechenlandkrise und den allgemeinen ökonomischen Verwerfungen in den letzten Jahren (Stichwort: Finanzkrise) auch leicht infrage stellen.</p>
<p>Und dennoch gibt es ein Europa, das, friedlich und freiwillig vereint, immer mehr zusammenwächst. Schaut man auf den Rest der Welt und die dort vielfach herrschende entsetzliche Armut, so ist klar, dass Europa längst die führende Wirtschafts- und Wohlstandssphäre der Erde geworden ist. Betrachtet man, neben dem in Europa herrschenden immensem Wohlstand, auch noch die große kulturelle Vielfalt und den historischen Reichtum sowie die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, die in Europa weitgehend anzutreffen sind, dann erhellt sich das Bild und man versteht, warum Millionen von Menschen aus aller Welt hier nur zu gerne einwandern würden.</p>
<p>Was aber zeichnet nun einen Europäer aus? Was ist die gemeinsame europäische Identität? Diese Fragen lassen sich, wenn überhaupt, nur ansatzweise beantworten. Was die Völker Europas in jedem Fall miteinander haben, sind ihre historischen Erfahrungen: Europas große, blutrünstige Geschichte. In dunkler Faszination stehen wir vor den Gespenstern der europäischen Vergangenheit und fühlen uns miteinander in einer Art Erfahrungsgemeinschaft verbunden. Aus den ungeheuren Kriegen, den entsetzlichsten moralischen Verwerfungen und den Erbfeindschaften der letzten Jahrhunderte erwuchs ein immer stärkerer werdender Wille zur friedlichen Versöhnung, zur Kooperation und gemeinsamen Verantwortung. Die europäische Vereinigung ist das Kind dieses ernst gemeinten Willens, aus dem dann eine europäische Wertegemeinschaft hervorgegangen ist, welche zugleich die zweite Gemeinsamkeit der Europäer darstellt: Ihr Bekenntnis zu den Menschenrechten, zur Demokratie, zu Freiheit, Gleichheit, Marktwirtschaft und Sozialwesen. Sicher wurde, durch den in den osteuropäischen Staaten über viele Jahre vorherrschenden Totalitarismus sowjetischer Prägung, der Gedanke eines gemeinsamen europäischen Wertebewusstseins stark infrage gestellt. Mit dem Fall des sogenannten Eisernen Vorhangs 1989 und dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime hat es sich aber letztendlich auch dort durchgesetzt. Die verbindende gemeinsame Geschichte, die zweifellos auch noch stark in die Gegenwart wirkt und zu der selbstverständlich auch die großen europäischen Kulturgüter in Kunst, Literatur, Philosophie und Musik gehören sowie die freiheitlich-humanistischen Werte, welche die meisten Europäer inzwischen verinnerlicht haben, und die überhaupt auch Grundlage des Europagedankens sind, gibt uns nicht nur eine gemeinsame Identität, sondern auch das Gefühl, über alle Landesgrenzen, Sprachen, Kulturen, politischen und geschichtlichen Eigenheiten hinweg, einer starken Gemeinschaft anzugehören.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund lässt sich die Dauerkritik an Europa leicht als das Gejammer der Prinzessin auf der Erbse identifizieren und der Europakritiker als die berüchtigte Meckerziege, die nur übers Gräbelein sprang und einfach nichts Positives an dem Europalein finden konnte.</p>
<p>Illustration: Vincent Bergmann</p>
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		<title>Wo liegt eigentlich Europa?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 11:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elbbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Europäische Union gibt es seit fast 60 Jahren, zum sechsten Male wird das Europa Parlament nun direkt gewählt. Doch wo liegt dieses Europa, dem nicht alle Europäer angehören nun wirklich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Für mich ist das so eine Sache mit Europa. Natürlich würde ich immer von mir behaupten ich sei Europäer. Doch eigentlich stimmt das nicht. Gut, ich lebe hier im Zentrum dessen was im Allgemeinen unter Europa verstanden wird, doch bin ich weiter weg als es den Anschein hat. Das liegt bestimmt daran, dass ich das Klischee erfülle und nicht sonderlich an Politik oder Wirtschaft interessiert bin. Wahrscheinlich ist Europa heute eher dort zu finden als in meinem unpolitischen Leben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Und um ehrlich zu sein, möchte ich Europa auch gar nicht suchen. Denn wenn es wirklich eher für Gesetzt und Handel wichtig ist so werde ich Europa nie kennen lernen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Auf meinen Reisen durch diesen Kontinent habe ich sehr viele Mensche getroffen und noch mehr mit ihnen beredet. Aber ich sprach immer als deutscher, nicht als Europäer. Und mein gegenüber war immer ein Spanier, Franzose, Italiener, Däne, Engländer, Österreicher oder Niederländer. Wir wussten beide um unsere Zugehörigkeit zu Europa und zur Europäischen Union, aber wir wussten auch um <span> </span>unsere Zugehörigkeit zur Menschheit. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Mit diesen Menschen haben mich oft viele Dinge verbunden, aber hätte man uns gefragt, wäre Europäer zu sein das letzte worauf wir gekommen wären.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Worauf ich hinaus will ist, dass eine substanzielle Identität fehlt. Das muss nicht schlecht sein, aber für ein gemeinsames Europa, dem sich alle zugehörig fühlen unabdingbar. Sonst bleibt es strikt bei Nationalstaaten. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Europa braucht einen gemeinsamer Traum – oder einen gemeinsamer Feind. Sonst besteht diese Union nur auf dem Papier. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Deshalb behaupte ich, dass es das Europa von dem heut so gerne gesprochen wird noch gar nicht gibt. Natürlich beeinflussen mich die EU Gesetzte und Richtlinien, aber Gesetzte und Richtlinien werden immer gemacht. Und verschiedenste Meinungen die wiederum die Gesetzte und Richtlinien beeinflussen gibt, gab und wird es immer geben. Egal ob in Hamburg, Deutschland oder Europa.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Es ist ja ganz nett, dass man innerhalb der EU keinen Reisepass mehr braucht, aber wann hat ein Pass einen Reisewilligen schon vom Reisen abgehalten? </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Schneller, internationaler Kontakt und Reisemöglichkeiten sind keineswegs Errungenschaften der EU sondern Folgen der kulturellen Evolution. Die Union passt sich lediglich an. Das ist zu begrüßen, aber nicht zu bewundern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Folgerichtig bleibt nun die Frage nach der Zukunft die zwar unwichtig ist aber bei Belangen die so viele Menschen betreffen nicht außen vor gelassen werden darf. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Was geschieht jetzt mit uns?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass Menschenrechte, Demokratie und Freiheit zu stärken wünschen- und strebenswert, doch zu wenig ist um so viele verschiedene Menschen zu einen. In nicht allzu ferner Zukunft braucht Europa eine Vision, einen konkreten Traum wenn es zusammen wachsen möchte. Ideen, wie dies geschehen soll ohne dabei regionale und nationale Besonderheiten zu vernachlässigen, denn nicht nur in der Biologie entsteht das Beste immer aus einer möglichst großen Vielfalt!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Arial;">Und ich weiß auch, was zu tun ist. Jetzt geht es darum für uns und irgendwann für unsere Kinder eine Vision von Europa zu kreieren, damit eines Tages alle Europäer Grund und Stolz haben zu sagen: „Ich bin Europäer!“</span></p>
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		<title>Von krummen Gurken und Demokratie</title>
		<link>http://www.freihafen.org/elbbruecken/354-von-krummen-gurken-und-demokratie</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 11:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elbbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einmal im Jahre 1951, da wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl geboren. Sechs Jahre später erblickten dann die Zwillingsschwestern Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom das Licht der Erde. 1967 schlossen die drei Geschwister einen Pakt, die Europäische Gemeinschaft, und nahmen bald auch Fremde zu sich auf. Nicht, weil sie einander besonders gern hatten, sondern weil sie wirtschaftliche Interessen verfolgten. Man könnte sagen, sie wären Egoisten gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Es war einmal im Jahre 1951, da wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl geboren. Sechs Jahre später erblickten dann die Zwillingsschwestern Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom das Licht der Erde. 1967 schlossen die drei Geschwister einen Pakt, die Europäische Gemeinschaft, und nahmen bald auch Fremde zu sich auf. Nicht, weil sie einander besonders gern hatten, sondern weil sie wirtschaftliche Interessen verfolgten. Man könnte sagen, sie wären Egoisten gewesen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Bis 1992 hatte sich dann aber Einiges geändert: Die drei Gründer waren längst nicht mehr Stimmführer und die Gemeinschaft wollte neue, sozialere Schwerpunkte setzen. Sie brauchte einen neuen Namen und nannte sich Europäische Union. Diese wuchs und wuchs, bekam eine eigene Währung und umfasst heute mit 27 Staaten fast eine halbe Milliarde Einwohner.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Entwicklungshilfe und humanitäre Unterstützung, Verbot von Tierversuchen für die Herstellung von Kosmetikprodukten, Abmachungen zur Verringerung der Luftverschmutzung und ein Binnenmarkt, der alles scheinbar billiger macht: Gar nicht so schlecht, so eine EU.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Doch sie ist kein Apparat, der einfach funktioniert und wo man mal eine Batterie nachlegt. Es sind Menschen, die Entscheidungen treffen, die diskutieren und streiten, die Kompromisse eingehen und Gesetze verabschieden. Und das ist auch sehr gut so, denn alle ihre Entscheidungen betreffen schließlich uns, indirekt oder direkt. Ob es das günstigere Telefongespräch, die Gleichstellung der Frau, die Hilfe während der Finanzkrise, die Einwanderungspolitik oder die Entsendung von Friedenstruppe in Folge eines Kriegs ist: Der Einfluss der EU reicht vom eigenen Zuhause über die Ausbildung, Bildung und Arbeit bis hin zu allgemein gesellschaftlich relevanten Themen und Staaten, die kilometerweit entfernt von uns auf einem anderen Kontinent liegen. Aber wer trifft diese unglaublich weitreichenden Entscheidungen?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Die drei bekanntesten Institutionen der EU sind der Rat, die Europäische Kommission und das Europäische Parlament. Sie bilden ein Machtdreieck und sind für die Gesetzgebung und Umsetzung politischer Ziele verantwortlich.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Im Rat sitzen die Minister der Mitgliedstaaten und ständige Vertreter, die den Kontakt zu den Bundesländern halten. Der Ministerrat ist hauptsächlich für die Gesetzgebung verantwortlich, was meist in Absprache mit dem Parlament geschieht. Außerdem trifft er wichtige Entscheidungen im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik und bei der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>In der Kommission sitzt jeweils ein Kommissar pro Mitgliedstaat. Die 27 Kommissare fungieren als Vermittler zwischen den Mitgliedstaaten und er EU und sind die Vertretung nach außen. Sie setzen außerdem politische Beschlüsse um, weshalb die Kommission oft als Exekutive bezeichnet wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Im Parlament richtet sich die Anzahl der Abgeordneten pro Mitgliedsland grob nach der Bevölkerung. Das Parlament beschließt gemeinsam mit dem Ministerrat Gesetze und wird gern als „Bürgerkammer“ bezeichnet, weil es direkt vom Volk gewählt wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Obwohl die EU viel komplexer ist als Deutschland, lassen sich Ähnlichkeiten in der Struktur beobachten. So ist das Parlament in etwa vergleichbar mit dem Bundestag, der Ministerrat mit dem Bundesrat und die Kommission mit der Regierung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Weniger präsent, aber ebenfalls einflussreich ist der Europäische Rat, welcher aus den Regierungschefs der Länder besteht und die Leitlinien und politischen Zielvorstellungen der EU beschließt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Am 7. Juni 2009 ist Europawahl in Deutschland: das Europäische Parlament wird gewählt. Wir entscheiden darüber, aus welcher Partei wie viele Kandidaten in der Legislaturperiode von 2009-2014 einen Abgeordnetensitz im EU-Parlament bekommen. Insgesamt werden dort 736 Sitze vergeben, 99 davon an Deutschland.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Wählbar sind die Abgeordneten nur über Parteien oder sonstige politische Vereinigungen. Wir wählen die Abgeordneten nicht direkt, sondern geben die eine uns zur Verfügung stehende Stimme einer bestimmten Partei, die auf einer Liste ihre Kandidaten zusammengestellt hat. Je nachdem wie viele Stimmen die Partei dann bekommt, können mehr oder weniger Kandidaten in das Parlament einziehen. Die Reihenfolge, in der Kandidaten ein Mandat bekommen, wurde von den Parteien im Voraus durch die Listenplätze festgelegt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Die 99 Mandate im Parlament werden nach den bundesweiten Ergebnissen der Parteien verteilt, wobei nur Parteien berücksichtigt werden, die es über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft haben.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Die Wahl ist einfach und überschaubar: die Parteien sind uns bekannt und der Wahlvorgang unkompliziert. Entscheidend ist aber, dass diese Wahl enormes Gewicht hat und die gewählten Personen mehr Einfluss, als wir oft denken. Über Gesetzesentwürfe hinaus, wird das Parlament zum Beispiel auch darüber entscheiden, wer nächster Kommissionspräsident wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Ob EU-Liebhaber oder Kritiker, politisch wenig interessiert oder Parteimitglied, diese Wahl sollte niemand verpassen. Wer denkt, durch Wahl-Boykott könne etwas bewegt werden, der hat sich getäuscht. Davon verschwindet die EU nicht und davon wird sie auch nicht besser. Übrigens, wählen geht diesmal sogar übers Handy!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Elias, Fischverkäufer in Helsinki, verkauft vielleicht bald nur noch Hering und Forelle statt den von Überfischung bedrohten Aal. Joana aus Portugal hofft darauf, endlich genau soviel Lohn zu bekommen, wie ihr Kollege im Zimmer nebenan. Und Heinz würde vor Freude in die Luft springen, wenn Österreich nicht mehr das einzige Land wäre, indem Schlachttier-Transporte auf 4,5 Stunden begrenzt sind.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span>Die Bauern konnten schon jubeln: krumme Dinger sind wieder erlaubt. Zwei Jahrzehnte lang galt für europäische Gurken ein Schönheitsideal: Es war genau definiert, welchen Krümmungsgrad sie haben durften. Doch die Zeiten ändern sich.</span></p>
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