Der Weisse mit dem Schwarzbrot
Punkte: 6/10
Regie: Jonas Grosch
Spieldauer: 73 Minuten
Kinostart: 12. Juni 2008
Wie stellt man einen Menschen dar, der in jungen Jahren ein bekannter Schauspieler und später ein RAF-Mitglied wurde, aus dem Gefängnis entlassen wurde und heute in Mali in Afrika lebt? Diesem Problem widmet sich der Dokumentarfilm „Der Weisse mit dem Schwarzbrot“
Die Rede ist von Christof Wackernagel. Im November 1977 in eine Schießerei mit der Polizei geraten, bis 1987 in Haft und heute, losgelöst von der RAF in Mali sesshaft. Der Film zeigt Wackernagels Alltag in einer neuen Kultur, lässt ihn über Projekte und Hilfemaßnahmen für die Mitmenschen sprechen, zeigt wie er versucht sich in diese Kultur einzuleben und lässt ihn auch über seine Vergangenheit bei der RAF sprechen. Die Themenfülle ist dabei sehr groß: Vom kleinen „Müllspiel“, bei dem Kinder spielend der Umwelt des Dorfes helfen, bis hin zu seiner Idee der Schwarzbrotbäckerei in Mali, dessen Scheitern und dessen Sinn und Unsinn.
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Brügge sehen… und sterben?
Punkte: 8/10
Regie: Martin McDonagh
Cast: Collin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Jérémier Rénier, Thekla Reuten, Jordan Prentice
Spieldauer: 93 Minuten
Kinostart: 15. Mai 2008
Was verbinden einen bewaffneten Kulturliebhaber und einen mürrischen Großstädter mitten in einer malerischen und mittelalterlichen Stadt in Belgien mit halbblinden Kriminellen, wütenden Gangsterbossen, rassistischen Liliputanern und drogendealenden Schönheiten? Martin McDonagh’s Film „Brügge sehen… und sterben?“ kennt die Antwort.
Ausgerechnet nach Brügge verschleppt es Ray (Collin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson), zwei Auftragskiller. Ihr Auftrag lautet: Entspannen und Warten auf einen wichtigen Anruf ihres Auftragsgebers Harry. Ray zieht Probleme instinktiv an, während sein Partner Ken die heimatliche Stadt zu lieben, und die Kultur zu genießen lernt. Diese beiden verbindet trotz ihrer Unterschiede ein unsichtbares Band. Ein Band, das Ken zum Verhängnis wird, denn sein neuer Auftrag lautet: Töte Ray! Kens Reaktionen darauf bewegen Boss Harry dazu ihn besuchen zu kommen, und plötzlich zieht die Unruhe ein in Brügge. » lesen
Die Österreichische Methode
Punkte: 7/10
Regie: Florian Mischa Böder, Peter Bösenberg, Gerrit Lucas, Erica von Moeller, Alexander Tavakoli
Cast: Maja Beckmann, Michael Abendroth, Susanne Lothar, Susanne Buchenberger, Cathérine Seifert, Lilia Lehner, Arno Frisch, Johann von Bülow, Julie Bäuning
Spieldauer: 93 Minuten
Mona wird von ihrem Freund ans Bett gefesselt und in einem dunklen Zimmer eingeschlossen, Maleen ist durch ihren Freund, der ihre Gefühle ignoriert, zutiefst unglücklich, Clara ist hin und her gerissen zwischen Verdrängung und Akzeptanz ihres Gehirntumors, Eva verzweifelt bei einem Abendessen mit ihrem Geliebten und dessen Frau und Julia befindet auf der Suche nach ihren inneren Abgründen und Grenzen. Fünf junge Frauen und fünf Schicksale, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der Film „Die Österreichische Methode“ erzählt in Form von Episoden Ereignisse dieser Frauen, die ihr Leben für immer verändern werden. Flüchtig, knapp oder um drei Ecken kennt hier jeder jeden, doch ihre eigentliche Verbindung zwischen ihnen ist der Kontakt mit einem Thema: Selbstmord. » lesen