<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>freihafen.org &#187; Kunst</title>
	<atom:link href="http://www.freihafen.org/category/grosse-freiheit/kunst/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.freihafen.org</link>
	<description>Jugendmagazin aus Hamburg — Wir. Hier. Jetzt.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Dec 2011 09:54:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.4</generator>
		<item>
		<title>Postkartenkünstler</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1727-postkartenkunstler</link>
		<comments>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1727-postkartenkunstler#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 06:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina-Christin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Große Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freihafen.org/?p=1727</guid>
		<description><![CDATA[Abgekartet: Intelligente Postkarten mit Stil online bestellen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder von uns hat sie wahrscheinlich schon vor einer Club- oder Cafetoilette getroffen und mit nach Hause genommen: Mehr oder weniger einfallsreiche Postkarten. Im besten Falle sind sie witzig, einfach nur derbe oder regen zum Nachdenken an.<br />
Man kann sie sammeln,  an die Wand hängen, verschicken und verschenken.<br />
Ein kleiner Vorrat an guten Karten – das wissen alle, die den Gedanken *oh-fuck-ich-brauch-noch-schnell-ein-Geschenk* kennen – kann wirklich hilfreich sein. </p>
<p>Hier nun ein kleiner Hinweise für alle Suchenden: Der Künstler Marian Conens vertreibt im Netz (und in einigen Läden!) selbst gestaltete Karten unter dem Label <em>abgekartet</em>. Was die über 40 Karten seiner Kollektion gemeinsam haben: Den Anspruch, zum Denken anzuregen. Ob Fragen, Zitate oder Fotos – mit der begrenzten Auflage von 500 Stück pro Motiv, fordert Conens von sich ständig neue Kreativität. Zu seiner Arbeit sagt er schlicht: „Es muss etwas Wichtiges auf Postkarten“.<br />
Jede Karte kostet 70 Cent, Bestellungen sind ab einem Exemplar möglich.<br />
Aber seht am besten selbst:<br />
<a href="http://www.abgekartet.de">www.abgekartet.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1727-postkartenkunstler/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dockville/ Schlammville</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1640-dockville-schlammville</link>
		<comments>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1640-dockville-schlammville#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 00:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina-Christin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Große Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freihafen.org/?p=1640</guid>
		<description><![CDATA[Das Dockville feierte vom 12 -14. August seinen 5. Geburtstag. Wir sagen Glückwunsch und weiter so!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zum fünften Mal rief die Elbinsel Wilhelmsburg zum exzessiven Ausrasten. Zum Tanzen, Trinken und gemeinsamen Feiern großartiger Musiker und Künstler wie Editors und Crystak Castles.<br />
Begrüßt wurden wir an den Camping- Toren von Zentimeter hohen Matschmassen, die den leichten Geruch nach Urin und Erbrochenem trugen, aber dies ließ die Vorfreude nicht schrumpfen.<br />
Nach gefühlten drei Stunden Wanderung durch das Matsch- Paradies fanden wir einen Platz, der es würdig war, von uns bezeltet zu werden.  Vor uns, hinter uns, unter uns &#8211; überall Matsch und Müll. Und leere Wodka Flaschen.<br />
So bauten wir schnell unsere Zelte auf und warfen überflüssiges, wie etwa Kleidung und Taschenlampen rein und holten den ersten Alkohol raus. Feierfreudig zogen wir los- erster Act: Egotronic.  Ja, für die ebenfalls Anwesenden: Wir haben am Freitag als ersten Act um 21.30h Egotronic gesehen.<br />
Wir tanzten, sangen und sprangen barfuss im Matsch zu „Raven gegen Deutschland“.  Erste Erkenntnis des Abends: Matsch tut weh. Sehr!<br />
Ärgerlicherweise verpassten wir viele Bands, die wir unbedingt sehen wollten. Auch Schuld daran waren die Umplanungen des Dockville- Teams, die wir ihnen aber in keiner Weise verübeln wollen. Da sie sich größte Mühe gemacht haben, damit das Festival nicht auf Grund der Wetterverhältnisse abgesagt werden musste. Man wollte nicht wie das Festival Fusion enden. Es gibt einige, die an der Organisation Mängel fanden, sicherlich gab es einiges, das hätte besser laufen können, aber im Großen und Ganzen war es vollkommen in Ordnung. Da verzichtet man auch gern auf ordentliche Duschen und die angekündigten Luxus- WCs für die Camper.<br />
Weiter geht’s mit meiner Erinnerung am Samstag:<br />
Auf der Hauptbühne eröffneten die Schnuckelchen Beat!Beat!Beat! unseren Hauptbühnen- Abend.<br />
Doch leider enttäuschten uns die Jungs sehr. Sie schienen mehr auf ihr Äußeres und ihre Haltung zu vertrauen, als auf ihre Stimmen. Zudem fiel uns auf, dass sich alle deren Lieder gleich anhörten. Schade Schokolade.<br />
Unsere Enttäuschung wett machten die Norweger Kakkmaddafakka. Sie legten einen legendären, fahnenschwingenden Auftakt hin, den das Publikum ausrasten ließ. Die Masse tanzte und feierte zusammen, schmiss Konfetti und bemalte sich gegenseitig.  Es wurde mitgesungen, geliebt, gelebt und gefeiert. Diese Freude wurde auf den anschließenden Act Casper übertragen, auf den meine Horde und ich äußerst gespannt waren. Wir legten riesige Erwartungen in ihn, die von einem Pissefleck auf seiner Hose begrüßt wurde.  Außerdem wirkte der liebe Casper zu alkoholisiert für einen Auftritt. Für den Hype, der diesem Casper gerade widerfährt hat er keinen guten Auftritt hingelegt. Zu viel Routine prägte seinen Auftritt, er kam unsympathisch und ziemlich arrogant rüber. Außerdem war es mir musikalisch etwas zu kuschelig bei seinem Auftritt.<br />
Nach einer kleinen Pause im Zelt ging es im (am Freitag noch gesperrten) Maschinenraum weiter. Dort erwarteten uns Supershirt und kleine Kiddies mit Audiolith- Shirts. Aber dazu äußere ich mich lieber nicht.  Supershirt brachte die Masse zum Schwitzen. Riesen Hitze herrschte in dem Zirkuszelt. Unsere Herzen bebten von dem lauten Beat, wir sprangen im Zirkel und hoben Menschen durch die Massen. Supershirt gehört definitiv zu einem unserer Highlights!<br />
Nach Stunden Hier- und Dasein fand ich mich am Sonntagmorgen matschig im Zelt. Und der Wunsch war klar: Nachhause- DUSCHEN!<br />
Als es mir gelang, den Matsch abzukratzen und mich halbwegs wieder in einen Menschen zu verwandeln ging die Feierei dann doch weiter.<br />
Der Regen fiel eimerweise, dies zeichnete sich auch kurzzeitig in der allgemeinen Stimmung ab. Doch nach kurzem Schmollen und der Wiedergeburt der Sonne tanzten wir weiter zu Noah and the Whale und später als Abschluss im Maschienenraum zum lieben Gold Panda.<br />
Ein schönes, matschiges Dockville geht zu Ende. Trotz der anschließenden Bronchitis, aufgeschlitzten Füßen und Schlafentzug hat es sich mehr als gelohnt.<br />
Wir freuen uns auf ein nächstes Mal!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1640-dockville-schlammville/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Literatur erleben</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1571-literatur-erleben</link>
		<comments>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1571-literatur-erleben#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 19:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Große Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freihafen.org/?p=1571</guid>
		<description><![CDATA[Vom 26. – 29. Mai lädt PROSANOVA, das große Festival für junge Gegenwartsliteratur, zu Text, Tanz und Gespräch nach Hildesheim ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">“Stellen wir uns vor, wir beträten ein altes, heruntergekommenes Kasernengelände.</p>
<p style="text-align: justify;">Stellen wir uns vor, dieses Gelände entspräche keiner einzigen wie auch immer gearteten Erwartung. Statt leeren Hallen gäbe es Teppiche, Gras und Sand. Statt alten Stühlen Sofas, Liegen und neue Bars. Stellen wir uns vor, dieses Gelände sei nicht länger tot und still, sondern vollgestopft mit Leuten jeden Alters, mit Lärm und Musik, und manchmal, in den ruhigen Stunden, gefüllt mit andächtigem Schweigen. Oder besser: Stellen wir es uns nicht vor, machen wir es einfach”, so präsentiert sich das PROSANOVA-Festival auf seiner Homepage.</p>
<p style="text-align: justify;">Von dieser Vorstellung besessen, und mit der Umsetzung beschäftigt, sind momentan über 70 Studierende der Universität Hildesheim. Selbstbewusst, offen und neugierig.<br />
Ein verlassenes Kasernengelände wird ab Donnerstag, 26. Mai, für drei Tage Zentrum der jungen deutschsprachigen Literatur. Lesungen, Konzerte, Slams, Partys und der PROSANOVA-Literaturwettbewerb bringen neues Leben in die alten Gemäuer. Auch ein begehbares Gedicht und die Deutsche Autorennationalmannschaft werden zu bestaunen sein.<br />
Wer mit dabei sein möchte kann sich noch Tickets besorgen, ermäßigt sind alle Veranstaltungen für 50,-€ zu haben.<br />
Weitere Infos zum Festival und Details zum Programm gibt es auf <a href="http://www.prosanova.net/">www.prosanova.net</a></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright" src="http://www.freihafen.org/wp-content/gallery/cover-bilder/logo-ii.jpg" alt="" width="456" height="321" /></p>
<p style="text-align: justify;">Foto: Katharina Böbel</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/1571-literatur-erleben/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kunst als Therapie</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/851-kunst-als-therapie</link>
		<comments>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/851-kunst-als-therapie#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 14:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Große Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freihafen.org/?p=851</guid>
		<description><![CDATA[In Hamburg hat es die Kunst schwer. Sie soll schön sein und zur Inneneinrichtung passen. Der Künstler Be’shan spricht über seine Erfahrungen in Hamburg und gewährt uns Einblicke in seinen kreativen Prozess.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es riecht nach Farbe. Dämpfe liegen in der Luft. Draußen peitscht der Wind Schneeflocken durch die Straßen. Von der Decke wachsen Eiszapfen. Bei -5° kauert eine Person auf dem dunklen Holzboden eines Ateliers. Eingehüllt in einen Mantel und einen dicken Wollschal malt er auf eine Leinwand, die vor ihm auf dem Boden liegt. Die Heizung darf er nicht benutzen. Er malt trotzdem. Seit Ende August 2009 hat der Künstler Be’shan ein Atelier im Hamburger Gängeviertel.</p>
<p>„Während du malst, bist du der glücklichste Mensch der Welt. Selbst wenn hinter dir die Welt untergeht. Ganz egal.“ Anscheinend verhindert das nicht mal eine kleine Eiszeit. Das entstandene Werk benannte er „Beglücktes Ding -5“. Die Zahl steht für die damalige Temperatur.</p>
<p>1992 verließ Be’shan Georgien und zog nach Hamburg. Er war junge 21. Die Sowjetunion war zerbrochen und er sah keine Zukunft mehr in seinemHeimatland, das jahrzehntelang unter sowjetischer Herrschaft stand. Dort studierte er Deutsch und schrieb für eine regimekritische Studentenzeitung, die später auch Drohungen von dem russischen Geheimdienst bekam.</p>
<p>Be’shan lebt gerne in Hamburg. Nur für Künstler ist es ein hartes Pflaster, meint er. „Hamburg ist eine sehr feudale Stadt. Es liegt einfach in der Natur der Hamburger, Geschäfte zu führen. Alles Pfeffersäcke.&#8221;  Das macht es nicht leicht für Künstler. In Hamburg gibt man lieber Geld für andere Projekte aus. Für eine neue Philharmonie oder eine Bauaustellung im sogenannten Problemstadtteil Wilhelmsburg.</p>
<p>Be’shan erzählt von einer Frau, die ihm ein Gemälde abgekauft hatte. Nach einigen Tagen rief die Käuferin an und erklärte aufgebracht, dass ihr Sofa nicht zu dem Gemälde passe. Be’shan lacht. &#8220;Kunst ist doch kein Dekoartikel&#8221;. In anderen Städten herrsche da eine andere Einstellung. In Düsseldorf oder Berlin zum Beispiel.</p>
<p>Da sei es auch leichter von der eigenen Kunst zu leben. Und das will er. „In Hamburg bist du entweder ganz reich oder ganz arm.“</p>
<p>Be’shans Kunst besticht durch ihre besondere Farbigkeit. Leuchtende, satte Farben, die einen magisch anziehen, schmücken die Leinwand. Werke wie „Konsumania“, „Arbeit macht frei“ oder „S54361G73789B8274“ behandeln soziale Themen, wie Arbeitslosigkeit, deutsche Bürokratie und Konsumgesellschaft. Diese erinnern etwas an Daniel Richter, den Shootingstar der Hamburger Kunstszene, der mit seinen surrealen, neonfarbenen Gemälden berühmt wurde. Daniel Richter setzte sich auch für die Besetzung des Gängeviertels ein.  „Ja, das stimmt. Er hat mich inspiriert. Aber Daniel Richter hat die Kunst auch nicht neu erfunden. Das ist ja auch gar nicht möglich.“</p>
<p><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.freihafen.org/wp-content/gallery/cover-bilder/wovor_haben_sie_angst.jpg" alt="wovor_haben_sie_angst" width="333" height="334" /></p>
<p>Bei Be’shans neueren Werken fühlt man sich eher an Mark Rothko erinnert, einen der Hauptvertreter des amerikanischen, abstrakten Expressionismus. Man verliert sich schnell in Be’shans abstrakter Malerei. Die Gemälde ziehen einen in ihren Bann. Eine grüne Sternwolke scheint sich aus dem Schwarz des Himmels zu lösen. „Wovor haben Sie Angst?“ fragt einen der Titel. Man wird mit der eigenen Gefühlswelt  konfrontiert und weiß nicht so recht, ob man von Furcht erfasst oder erlöst ist. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass Kunst nicht immer mit dem Kopf zu begreifen ist.</p>
<p>Für Be’shan ist Kunst eine Therapie. Eine spirituelle Erfahrung. „Ich setze das fort, was Rothko angefangen hat,“ erklärt Be’shan. Zu Rothkos Zeiten sollen einige Betrachter seiner Gemälde in Tränen ausgebrochen sein, weil sie die Spiritualität der Farbigkeit überwältigte. Den größten Einfluss auf Be’shan hatten nichtsdestotrotz zwei andere Größen der Malerei. Vincent Van Gogh, ein Vertreter des frühen Expressionismus und Claude Monet, ein impressionistischer Maler, der als Wegbereiter der modernen Kunst gilt.</p>
<p>Es sind große Fußstapfen, in die Be’shan tritt. „Die Malerei erlebt zurzeit eine Wiedergeburt“, erzählt er optimistisch. Das Gängeviertel hat einen großen Teil dazu beigetragen. „Man muss seinen eigenen Träumen treu bleiben“, sagt er mit der Überzeugung eines Zwanzigjährigen. Be’shan ist dieses Jahr vierzig Jahre alt geworden.</p>
<p>FOTO: Andreas Hopfgarten</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/851-kunst-als-therapie/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Popkultur und Poesie</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/kunst/756-popkultur-und-poesie</link>
		<comments>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/kunst/756-popkultur-und-poesie#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 14:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freihafen.org/?p=756</guid>
		<description><![CDATA[„Poetry“, also Poesie, ist bei Schülern oft unbeliebt. Doch das Finale der Kampf der Künste Poetry Slams beweist: Sprachkunst ist in. Yeah.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Poesie und Lyrik – was im Deutschunterricht als unbeliebt gilt, wird auf Poetry Slams zur ganz großen Performance- und Unterhaltungskunst. Auf dem Hamburger Kampf der Künste Finale im Schauspielhaus haben junge Poeten gezaubert – sie haben Wörter in Kunst verwandelt, Sätze in Gefühle, Sprache in Leidenschaft.</p>
<p>Auf den ersten Blick wirken sie ganz unscheinbar. Sie stehen da vor dem Mikrophon, Menschen, wie man sie täglich auf der Straße, in der U-Bahn, in der Schule und der Uni sieht. Manche von ihnen halten einen Zettel in zittrigen Fingern, andere vergraben die Hände in den Taschen. Doch sobald sie am Mikrophon stehen, unterhalten sie den gesamten Saal mit ihren Worten und werden zu Sprach-Performance-Künstlern. Sie verpacken Popkultur, Gesellschaftskritik und Liebeskummer in Worte, polstern sie aus oder spitzen sie zu – humorvoll, lakonisch, ironisch.</p>
<p>Ich habe geweint, gelacht, war nachdenklich und melancholisch. Auf den mit dunkelrotem Samt bezogenen Plätzen wurden die Zuschauer auf eine Achterbahn der Emotionen geschickt. Kulturelle Veranstaltungen können anstrengend sein – Poetry Slams machen einfach nur Spaß. Wer einmal dabei war, kommt immer wieder.</p>
<p>Eröffnet wurde der Abend von Moritz Neumeier, der mit Liebeskummer-Poesie beeindruckte. Doch kein Schimmer von Kitsch oder Beschönigung – unglücklich verliebt zu sein hat nichts mit Träumerei zu tun. Es tut verdammt weh. Und so schrie und flüsterte Moritz Neumeier auf der Bühne eine unsichtbare Frau an und trieb den Zuschauern die Tränen oder zumindest den nachdenklichen Schimmer in die Augen.</p>
<p>Auch die folgenden Performances hielten sich auf einem hohen Niveau. Ob lapidare Kurzgeschichte (Andreas Weber), ein hochpoetischer Text vom Altbundeskanzler des Poetry Slams, Sebastian 23, mit dem bezaubernden Titel „Holz – der Stoff, aus dem Bäume sind“, feiner Sozialkritik (Jasper Diedrichsen) oder der Gesellschaftskritik mit der direkten Aufforderung „Krieg den Arsch hoch!“ (Bleu Broode); die Slammer bewiesen Vielfalt, Kreativität und Sprachgefühl.</p>
<p>Der Siegertext kam von Marque-Regnier Hübscher. Mit einem „Besserwisser-Text“ griff er aktuelle Diskussionen aus Popkultur, Politik und Human-Interest auf, überspitzte sie bis auf das Äußerste und beendete jedes Szenario mit dem Satz: „Unwahrscheinlich, dass das gut geht!“ Er riss vor allem mit Rhythmusgefühl und geschickter Betonung das Publikum mit und gewann trotz Besserwisser-Attitüde – denn er hatte nun einmal wirklich recht.</p>
<p>Explizit gelobt sei auch die Moderation von Michel Abdollahi, der die Zuschauer lässig durch den Abend führte. Bei Anekdoten aus dem Flugzeug, einem Flirt mit einer Zuschauerin und dem Genuss der „Hausmarke“ wirkte er entspannt, selbstsicher und gebildet – und wurde so selbst zum Performance-Künstler. </p>
<p>Ein Abend irgendwo zwischen Satire, Standup Comedy, Lyrik-Lesung und Performancekunst, der sich gelohnt hat. Mit einem Lächeln auf den Lippen, ein paar Worten in den Taschen und dem Kopf voller Denkanstöße freue ich mich schon auf den nächsten Poetry Slam. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/kunst/756-popkultur-und-poesie/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es rappelt im Karton</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/kunst/675-es-rappelt-im-karton</link>
		<comments>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/kunst/675-es-rappelt-im-karton#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 12:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freihafen.org/?p=675</guid>
		<description><![CDATA[Die Lautsprecher laden ein zum monatlichen Stelldichein, dem U 20 Poetry Slam „Mundverbot“. Slammer und Publikum präsentierten sich wie immer alles andere als stumm und machten der Poesie Ehre. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Wir fangen nicht an, bevor nicht alle Stühle besetzt sind!“ Blitzartig füllen sich die Reihen im obersten Raum vom Haus 73. Wie jeden Monat findet hier der U 20 Poetry Slam „Mundverbot“ statt. Initiiert wurde die Veranstaltung von den „Lautsprechern, einem Schülerunternehmen, das ein Drittel der Eintrittsgelder an die Aktion „Reporter ohne Grenzen“ spendet. Damit wollen die „Lautsprecher“ all denen helfen, die nicht das Privileg der Pressefreiheit genießen, also tatsächlich „Mundverbot“ haben.</p>
<p>Doch was ist das eigentlich, ein „Poetry Slam“? Ein Wettbewerb zwischen Poeten, die einzig und allein mit Mikro und Text bewaffnet ihre Poesie an den Mann bringen. Form und Inhalt sind dabei jedem selbst überlassen. Da kann es mitunter vorkommen, dass Zuhörern die Geschichte eines  vierjährigen Mädchens namens Anna erzählt wird, die gerne ein Baum sein möchte und dafür in den Garten zieht.</p>
<p>Im Finale hat es  für Juliane nicht für die begehrte Lautsprechertrophäe gereicht. Die Siegerin des U 20 Wettbewerbs vom 26. April heißt am Ende Lyly, die mit schmarotzenden Parasiten und einer Seefahrt in die Abgründe der Fantasie das Publikum in ihren Bann zog.</p>
<p>Poetry Slam, das bedeutet immer auch der Auftritt eines Featured Poet, der das ganze Spektakel einläutet. Der „Erfahrene“ bereitet außer Konkurrenz das Publikum vor, indem er oder sie einen eigenen Text auf der Bühne präsentiert. Besonders gut in dieser Kunst ist Bente, die der Hamburger Jugend äußerst plastisch erklärt, dass man Sex hat und ihn „um Gottes Willen nicht macht“.</p>
<p>Der nächste Termin für den U 20 Slam „Mundverbot“ und damit auch der letzte Möglichkeit, sich als Sieger für das große Finale der Besten zu qualifizieren, ist  der 24. Mai, 19.30 Uhr.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">FOTO: Christopher Busch</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/kunst/675-es-rappelt-im-karton/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

