Ein Besuch bei Fischli und Weiss, Felix Vallotton und F.C. Gundlach
20:00: Die Sonne geht unter, die Stimmung steigt. Beflügelt von der warmen Frühlingsluft lässt man sich von den Massen treiben und landet wie von selbst an den Deichtorhallen. Vor Ort stürze ich mich ins Getümmel und schon finde ich mich in mitten des photographischen Werks von F.C. Gundlach wieder. Aufgeregte Kunst-Studentinnen wuseln wie Gänsemütter um kleine Besuchergruppen herum, als hätten sie Angst, jemand könnte ihre Ausführungen, die sich mehr auf die einzelnen Models, als auf Gundlach selber beziehen, verpassen. Dies ist sehr belustigend; spannend jedoch weniger. Ich gehe auf eigene Faust weiter. Es ist erstaunlich leer und man hätte genug Zeit, sich stundenlang mit einzelnen Fotos zu beschäftigen - will ich aber nicht. Vielleicht liegt es daran, dass wir heutzutage in jeder Modezeitung professionelle Modefotographie finden, vielleicht fehlt mir auch der Sinn hierfür, jedenfalls will es mir nicht gelingen, das Avantgardistische in Gundlachs Bildern zu schätzen. Es zieht mich nach Draußen. » lesen
Umsonst und Draußen: drei Tage Musik am See - Das ist das Motto des Wutzrock Festivals in HH-Allermöhe. Doch was verbirgt sich außer guter Laune und Ohrenschmaus dahinter? Marianne Weis von Wutzrock steht uns Rede und Antwort.
FREIHAFEN: Woher kommt der Name „Wutzrock“?
Marianne Weis: Eine gute Frage. So genau weiß das keiner mehr. Die Assoziation zu Woodstock liegt auf der Hand, aber das ist bei weitem nicht alles. Die Wutz war das Logo von „Unser Haus e.V.“, der sich als Träger für ein selbst verwaltetes Jugendzentrum gegründet hat und zudem gab es in dieser Zeit ein Werbeplakat mit vielen Schweinen und dem Slogan „Esst mehr Obst“ – Schwein ist gleich Wutz und so nimmt man an, entstand in einer „Bierlaun“ unser Name. » lesen
Sorglos würden wir heute leben, wenn der Mensch nicht zum Denken verdammt worden wäre. Um nichts hätte man sich Gedanken machen müssen. Nicht über den Hunger, den Durst, die Atombombe, den Krieg, die Umwelt oder die Liebe.
Bevor wir nun also abschweifen und neidisch auf die mit einem schlichten Instinkt ausgestattete Tierwelt blicken, arrangieren wir uns schnellstens mit dieser unglücklichen Situation und machen diesen Umstand zu unserem Thema: Denkmal. Ein Denkmal soll an etwas erinnern und zum Denken anregen. Doch was, wenn sich alle Erinnerungen auslöschen? Oder wenn der eigene Körper zum Denkmal einer ungeliebten Vergangenheit wird?
Wir durchbrechen Denknormen und reisen zurück in die 68er. Und wenn wir schon mal da sind, plädieren wir auch gleich für das positive Denken. Und: Welche Personen haben ein Denkmal verdient? Außerdem sind wir bei einem höchst interessanten Hamburger Zuhause: Ein ehemals obdachloser Weltreisender. Kurios: Wir erfahren, warum ein Wirtschaftsingenieur mit Schaumstoffschlägern um sich prügelt. Zu guter Letzt möchten wir Frau Dorothea Scharff hiermit ein Denkmal setzen: Vielen lieben Dank für die sehr großzügige Spende!
Ganz unbedenkliche Grüße, Birte Lehmann und Kübra Yücel