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	<description>Ein neues WordPress-Weblog</description>
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		<title>Bitte gehen!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 08:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[HH City]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 19. September findet der ECCO Walkathon in Hamburg statt. „Gehen für den guten Zweck“ lautet das Motto. FREIHAFEN verlost 5 mal 2 Starterpakete! ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas für den „guten Zweck“ tun, scheint eine wunderbare  Modeerscheinung zu sein. Man kann praktisch alles, sei es ansonsten noch so liederlich, für den guten Zweck machen: Computerspielen, telefonieren und essen bis der Arzt kommt. Hauptsache man spendet einen Teil des erwirtschafteten Geldes und schon ist das schlechte Gewissen ein bisschen beruhigt.</p>
<p>Es geht allerdings noch besser: Beim ECCO Walkathon geht man für den guten Zweck. Das Schöne dabei ist, dass einem nicht selber das Geld aus der Tasche gezogen wird. Statt dessen spendet ECCO für jeden gegangenen Kilometer der Teilnehmer einen Euro an ein lokales oder internationales, gemeinnütziges Projekt. Dabei darf jeder Teilnehmer selbst bestimmen, wer sein „ergangenes“ Geld erhalten soll: Radio Hamburg Hörer helfen Kindern e.V., das WWF-Projekt zum Schutz der Arktis oder SOS-Kinderdörfer für den Aufbau eines neuen Familienhauses für verwaiste und verlassene Kinder im afrikanischen Burundi.</p>
<p>Ein paar Kosten kommen auf die Teilnehmer aber doch zu. Die Teilnahme kostet für einen Erwachsenen 5 Euro, für ein Kind 2,50 Euro und ist auf 10.000 Anmeldungen begrenzt. Aber keine Bange: <strong>FREIHAFEN verlost 5 mal 2 Starterpakete</strong>, die neben der Teilnahmeberechtigung zum ECCO Walkathon noch einen Rucksack, einen Streckenplan, einen Apfel und eine Flasche Wasser enthalten. Für Kinder bis 12 Jahre gibt es zusätzlich ein T-Shirt.</p>
<p><strong>Und so geht’s:<br />
Schickt eine Email mit eurem Namen und eurem Alter an </strong><a href="mailto:walkathon@freihafen.org"><strong>walkathon@freihafen.org</strong></a><br />
<strong>Einsendeschluss ist der 8. September.</strong></p>
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		<title>Kunst als Therapie</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 14:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In Hamburg hat es die Kunst schwer. Sie soll schön sein und zur Inneneinrichtung passen. Der Künstler Be’shan spricht über seine Erfahrungen in Hamburg und gewährt uns Einblicke in seinen kreativen Prozess.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es riecht nach Farbe. Dämpfe liegen in der Luft. Draußen peitscht der Wind Schneeflocken durch die Straßen. Von der Decke wachsen Eiszapfen. Bei -5° kauert eine Person auf dem dunklen Holzboden eines Ateliers. Eingehüllt in einen Mantel und einen dicken Wollschal malt er auf eine Leinwand, die vor ihm auf dem Boden liegt. Die Heizung darf er nicht benutzen. Er malt trotzdem. Seit Ende August 2009 hat der Künstler Be’shan ein Atelier im Hamburger Gängeviertel.</p>
<p>„Während du malst, bist du der glücklichste Mensch der Welt. Selbst wenn hinter dir die Welt untergeht. Ganz egal.“ Anscheinend verhindert das nicht mal eine kleine Eiszeit. Das entstandene Werk benannte er „Beglücktes Ding -5“. Die Zahl steht für die damalige Temperatur.</p>
<p>1992 verließ Be’shan Georgien und zog nach Hamburg. Er war junge 21. Die Sowjetunion war zerbrochen und er sah keine Zukunft mehr in seinemHeimatland, das jahrzehntelang unter sowjetischer Herrschaft stand. Dort studierte er Deutsch und schrieb für eine regimekritische Studentenzeitung, die später auch Drohungen von dem russischen Geheimdienst bekam.</p>
<p>Be’shan lebt gerne in Hamburg. Nur für Künstler ist es ein hartes Pflaster, meint er. „Hamburg ist eine sehr feudale Stadt. Es liegt einfach in der Natur der Hamburger, Geschäfte zu führen. Alles Pfeffersäcke.&#8221;  Das macht es nicht leicht für Künstler. In Hamburg gibt man lieber Geld für andere Projekte aus. Für eine neue Philharmonie oder eine Bauaustellung im sogenannten Problemstadtteil Wilhelmsburg.</p>
<p>Be’shan erzählt von einer Frau, die ihm ein Gemälde abgekauft hatte. Nach einigen Tagen rief die Käuferin an und erklärte aufgebracht, dass ihr Sofa nicht zu dem Gemälde passe. Be’shan lacht. &#8220;Kunst ist doch kein Dekoartikel&#8221;. In anderen Städten herrsche da eine andere Einstellung. In Düsseldorf oder Berlin zum Beispiel.</p>
<p>Da sei es auch leichter von der eigenen Kunst zu leben. Und das will er. „In Hamburg bist du entweder ganz reich oder ganz arm.“</p>
<p>Be’shans Kunst besticht durch ihre besondere Farbigkeit. Leuchtende, satte Farben, die einen magisch anziehen, schmücken die Leinwand. Werke wie „Konsumania“, „Arbeit macht frei“ oder „S54361G73789B8274“ behandeln soziale Themen, wie Arbeitslosigkeit, deutsche Bürokratie und Konsumgesellschaft. Diese erinnern etwas an Daniel Richter, den Shootingstar der Hamburger Kunstszene, der mit seinen surrealen, neonfarbenen Gemälden berühmt wurde. Daniel Richter setzte sich auch für die Besetzung des Gängeviertels ein.  „Ja, das stimmt. Er hat mich inspiriert. Aber Daniel Richter hat die Kunst auch nicht neu erfunden. Das ist ja auch gar nicht möglich.“</p>
<p><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="http://www.freihafen.org/wp-content/gallery/cover-bilder/wovor_haben_sie_angst.jpg" alt="wovor_haben_sie_angst" width="333" height="334" /></p>
<p>Bei Be’shans neueren Werken fühlt man sich eher an Mark Rothko erinnert, einen der Hauptvertreter des amerikanischen, abstrakten Expressionismus. Man verliert sich schnell in Be’shans abstrakter Malerei. Die Gemälde ziehen einen in ihren Bann. Eine grüne Sternwolke scheint sich aus dem Schwarz des Himmels zu lösen. „Wovor haben Sie Angst?“ fragt einen der Titel. Man wird mit der eigenen Gefühlswelt  konfrontiert und weiß nicht so recht, ob man von Furcht erfasst oder erlöst ist. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass Kunst nicht immer mit dem Kopf zu begreifen ist.</p>
<p>Für Be’shan ist Kunst eine Therapie. Eine spirituelle Erfahrung. „Ich setze das fort, was Rothko angefangen hat,“ erklärt Be’shan. Zu Rothkos Zeiten sollen einige Betrachter seiner Gemälde in Tränen ausgebrochen sein, weil sie die Spiritualität der Farbigkeit überwältigte. Den größten Einfluss auf Be’shan hatten nichtsdestotrotz zwei andere Größen der Malerei. Vincent Van Gogh, ein Vertreter des frühen Expressionismus und Claude Monet, ein impressionistischer Maler, der als Wegbereiter der modernen Kunst gilt.</p>
<p>Es sind große Fußstapfen, in die Be’shan tritt. „Die Malerei erlebt zurzeit eine Wiedergeburt“, erzählt er optimistisch. Das Gängeviertel hat einen großen Teil dazu beigetragen. „Man muss seinen eigenen Träumen treu bleiben“, sagt er mit der Überzeugung eines Zwanzigjährigen. Be’shan ist dieses Jahr vierzig Jahre alt geworden.</p>
<p>FOTO: Andreas Hopfgarten</p>
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		<title>Hamburg, wo ist dein Sportgeist versteckt?</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 16:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Millerntor]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte „Universum Champignons Night“, die vom ZDF übertragen wird - welch trauriges Spiel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein vereinzelter Klappstuhl in einer dunklen, einsamen Ecke. Im Hintergrund drei Personen, die hin und wieder ein paar Worte wechseln, die Lachen, ihren Blick in die Mitte einer riesigen Halle richten. Auf dem Stuhl: Ein Mann. Groß, schlank, Föhnwelle. Er trägt einen Anzug, entsprechende Schuhe, hat die Arme verschränkt.<br />
Alexander von der Groeben scheint an den heutigen Boxkämpfen nur mäßig interessiert, wirkt lustlos, genervt gar. Sein Klappstuhl steht in einem abgesperrten Bereich am Rande der „O2 World“.<br />
Wir befinden uns bei der „Universum Champignons Night“, dem letzten der Universum Boxkämpfe, der vom ZDF übertragen wird.<br />
Die Leute im Rücken von der Groebens sind vermutlich seine Assistenten. Im Gegensatz zu ihm wirken sie fast euphorisch. Alexander von der Groeben zeigt jedenfalls deutlich, wie gerne er den Abend des 31. Juli in der „O2 World“ verbringt. Zwischen seinen Arbeitseinsätzen fläzt er sich auf diesen einen mickrigen Stuhl lässt seine Beine schlaff zu beiden Seiten driften und lehnt sich weit möglichst zurück. Das mag stutzig machen, – will man sie denn nicht verfolgen, diese Kämpfe? Ist es nicht furchtbar aufregend, als Moderator von so einem Ereignis live zu berichten? Nun ja, rein sportiv gesehen ist die Veranstaltung ein Erfolg. Zbik kann sich mit einem Sieg nach Punkten in Richtung Amerika orientieren, Alexander Dimitrenko wurde zum Europameister gekürt und Jack Culcay tat sich gar mit einem technischen K.O. seines Gegners hervor. Doch eines war neben aller Boxkunst deutlich zu vermissen – Glamour!<br />
Die Arena war zur Hälfte verhangen und trotzdem auffallend leer. Selbst während der Kämpfe brach man zur „Kippenpause“ auf oder „machte sich mal eben frisch“ und nicht wenige verließen das Gelände sogar ganz und gar.<br />
Als von der Groeben einen letzten Bericht aus Hamburg sendet, die Uhr zeigt inzwischen zehn nach zwölf, ist der Ort des Geschehens vollkommen verwaist. Hinter dem Boxmoderator ist am Samstag alles wie leer gefegt. Kein Stuhl ist besetzt, und auch von der Groebens Feierabend rückt in greifbare Nähe.<br />
Woran hat sie nun gelegen, diese Leere? Sind die Hamburger nicht am Boxsport interessiert, oder geht es mit Universum tatsächlich bergab? Werden bald auch die letzten der hochkarätigen Boxer den Traditionsstall verlassen, um der medialen Verlockung nachzugehen und weiterhin telegene Präsenz zu zeigen? Wird die Show Drumherum bald wichtiger, als der Kampf an sich, oder kann sich sportliche Leistung schlussendlich doch noch durchsetzten? Der Dinge harren, Geduld beweisen und im Zweifel ein wenig beten – so lautet die Devise. Denn eine ambitionierte Großstadt wie Hamburg, kann auf erstklassigen Sport auf keinen Fall verzichten.  </p>
<p>FOTO: Norbert Nowozin</p>
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		<title>Grillen, kicken und jubeln für den guten Zweck</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 12:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Millerntor]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Tor stehen und nebenbei ein paar Würstchen grillen – das Benefiz-Fußballspiel „Kicken mit Herz“ in Hamburg-Hoheluft bot einige Verrücktheiten und ein sehenswertes Fußballspiel. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntagnachmittag, strömender Regen. Ein Tag, den man gerne im Bett verbummelt. Trotzdem rafften sich gut 4.000 Hamburger auf und besuchten das Benefiz-Fußballspiel Kicken mit Herz, das zum dritten Mal stattfand. Die Placebo-Kickers, die Ärzte-Mannschaft des Universitäts-Klinikums Eppendorf, traten gegen die St. Pauli Allstars, ein Mix aus Ex-Fußballprofis und Promis, an, um Geld für die Herz Kinder Hilfe Hamburg zu sammeln.</p>
<p>Tim Mälzer, der für die St. Pauli Allstars im Tor stand, genoss die Stimmung. „Das ist ein bisschen wie Klassentreffen“, so der TV-Koch. Entspannt war auch seine Kleidung: Mit Kapuzenpullover, Ringelsocken und Adiletten wartete er am Spielfeldrand auf seinen Einsatz, und als er dann im Tor stand, grillte er nebenbei schon mal ein paar Würstchen.</p>
<p>Etwas weniger entspannt trudelte Sascha im Laufe der ersten Halbzeit im Stadion ein. Der Sänger hatte seinen Flug nach Hamburg verpasst. „Wenn man weiß, dass man so ein Spiel hat, kann man auch mal einen Flug früher nehmen!“, tadelte Moderator Marek Erhardt. Trotz Verspätung durfte Sascha noch in der ersten Halbzeit auf den Platz und unterstützte die St. Pauli Allstars. „Ich bin körperlich und geistig fit&#8230; nicht!“, lachte Sascha, und stapelt damit tief; denn auf dem Platz bewies er, dass er nicht nur gerne, sondern auch gut Fußball spielt. 
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</p>
<p>In der für die Promis enttäuschenden ersten Halbzeit bewiesen die Ärzte, dass sie mehr können, als medizinische Probleme zu lösen. Sie gingen in Führung – und Mälzer vermutete prompt Doping. Doch in der zweiten Halbzeit, die mit einem fulminanten Regenguss eröffnet wurde, schwächelten die „Halbgötter in Weiß“ und die St. Pauli Allstars holten schnell auf. Am Ende gewannen die Promis sogar 8:5, frenetisch bejubelt vom Publikum, das sich auch vom nasskalten Wetter nicht abschrecken ließ. Inmitten der Zuschauer tummelten sich übrigens auch Sarah Wiener, TV-Köchin und Freundin von Peter Lohmeyer, und Rhea Harder, Ex-GZSZ-Darstellerin. Ohne jegliche Star-Allüren mischten sie sich unter die Zuschauer und jubelten mit. Das Outfit stimmte: Rhea Harders Babybauch war von einem T-Shirt mit der Aufschrift „Nachwuchsspieler WM 2030“ bedeckt.</p>
<p>Ein unerwarteter Zwischenfall in der zweiten Halbzeit: Ein Flitzer stürmte auf das Spielfeld. Mit nacktem Oberkörper rannte er erst eine Frau um, dann in Richtung Promi-Tor. Ob er sich wohl eines der Würstchen von Mälzers Grill klauen wollte?</p>
<p>Auch wenn es um keine Meisterschaft ging, zeigten alle Beteiligten vollen Einsatz. Die Zuschauer wurden von fleißigen Helfern mit Kartoffelsalat, Würstchen, Crèpe und Getränken versorgt, Kinder konnten sich schminken lassen oder auf einer Hüpfburg austoben.</p>
<p>„Es gibt zwei schöne Sachen im Leben: Fußball und anderen Leuten was Gutes tun. Und wenn man das verbinden kann, ist doch toll“, fasst Schauspieler Ken Duken zusammen. Das Rekord-Ergebnis: 55.000 Euro für die Herz Kinder Hilfe Hamburg.</p>
<p>FOTO: Mücahid Güler</p>
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		<title>Eine türkische Nacht in Hamburg</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/konzertankundigungen/791-eine-turkische-nacht-in-hamburg</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 13:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertankündigungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Say ist nicht nur Pianist, sondern auch Komponist. Am 28. Mai trat er bei den türkischen Nächten in Hamburg auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Raum ist dunkel. Alle sitzen still. Das Kultur- und Kommunikationszentrum „Fabrik“ in Altona ist am Donnerstag den 28.Mai 2010 überfüllt mit Menschen. Alle warten sitzend oder stehend auf ein Konzert von dem weltbekannten Pianisten Fazil Say.<br />
Der türkische Pianist liefert ein ungewöhnliches Klavierkonzert. Say sitzt kaum nur still da. Seine Hände schwingen beim Spielen in der Luft aus. Es sieht so aus als würde er mit dem Klavier zusammen performen.<br />
Schließt man die Augen verleitet die Musik zum Träumen. Ein Kopfkino baut sich auf. Gelegentlich meint man ein melodisches Summen zur Klaviermusik zu hören.  Größtenteils scheint die Musik von schönen, aber dramatischen Klängen gefüllt zu sein. Nach jedem Stück verbeugt er sich kurz und erzählt dem Publikum, auf deutscher Sprache, welches Stück er als nächsten spielen möchte. Manchmal erläutert er auch, wie es zu dem Stück gekommen ist.<br />
Fazil Say ist nicht nur Pianist, sondern auch Komponist. Sein musikalisches Motiv zum Stück „Black Earth“ ist beispielsweise von dem berühmten anatolischen Sänger und Dichter „Asik Veysel“ entsprungen. Ein anderes Stück, in dem es um Sehnsucht geht, hat er seiner 9-jährigen Tochter „Kumru“ gewidmet.<br />
Das Konzert war Teil der „türkischen Nächte“ vom 25. bis zum 29.Mai 2010 in Hamburg. Das Festival wurde von Fazil Say zusammengestellt. Im Festival wurden besonders viele Facetten der türkischen Musik, von Klassik bis zu orientalischer Musik, einbezogen.<br />
Nach dem Konzert verließ ein überwiegend zufriedenes Publikum die Fabrik. Einige Zuschauer ergriffen zudem die Gelegenheit bei einer Autogrammstunde ihre neuerworbene CD von Fazil Say signieren zu lassen. </p>
<p>Weitere Informationen zum Künstler unter <a href="http://www.fazilsay.com">http://www.fazilsay.com</a></p>
<p>FOTO: Deger-Deniz Dag</p>
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		<title>Kurzer Abwasch</title>
		<link>http://www.freihafen.org/grosse-freiheit/film/789-kurzer-abwasch</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Ölpest, Wortbruch in NRW, Schulreform – bitte? Eine Vampirarmee kommt übers Land, darüber muss man sich Gedanken machen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wäre falsch, „Bis(s) zum Abendrot“, den dritten Teil der „Twilight-Saga“ so zu bewerten, wie jeden anderen Film. Die Kritik könnte missverstanden, könnte auf die Produzenten abgewälzt werden.<br />
Deshalb ganz wichtig: Mit Sicherheit haben die Filmemacher unter Hochdruck gearbeitet, alles versucht, ihr Bestes gegeben. Dass eine schlechte Vorlage dennoch nicht zum Hit avanciert, erklärt sich von selbst. Ein Minus in der Kasse wird dies trotzdem nicht hinter sich ziehen. Denn all die kreischenden Teenies, die die Erfüllung sämtlicher, pubertierender Sehnsüchte auf Edward projizieren, werden auch auf diesen Film zu Tausenden einstürmen. </p>
<p>Im dritten Teil der Vampir Saga wird von den bösen Vampiren eine Armee rekrutiert, die Bella (Kristen Stewart) um die Ecke bringen soll. Als die Cullens, ihrerseits  hochmoralische Vampire, allmählich ihre Felle wegschwimmen sehen, beschließen sie mit den Wölfen gemeinsam für Bella zu kämpfen.<br />
Ebenso wichtig wie diese Schlacht, ist das Gefühlschaos Bellas. Sie bettelt darum Vampir zu werden und fummelt hartnäckig an Edward (Robert Pattinson) herum, welches sie nicht davon abhält Jacob (Taylor Lautner) anzuschmachten.</p>
<p>Was sich Autorin Stephanie Meyer im Übrigen dabei gedacht hat, die Werwölfe bei jeder Gelegenheit zu glorifizieren, Vampire jedoch negativ zu porträtieren, bleibt ihr Geheimnis.<br />
Immerhin ist diese Stimmung trefflich filmisch umgesetzt. Eine Myriade von Szenen zeigt Jake durchtrainiert, halb nackt und gebräunt, nie eine Möglichkeit auslassend, den blassen Edward in Kontrast zu bringen. Sehr nervig und vollkommen überzogen. Doch gerade diese Szenen dürften die Kinderchen in Ekstase versetzen. Denn Einstimmig sind sie aus den Reihen dieser zu hören: Liebesbekundungen und Babywünsche – alles ist so wie immer. Und wieder bahnt sich der GAU an. Dann nämlich, wenn einer der männlichen Hauptdarsteller Robert Pattison oder Taylor Lautner sich von seinem Ruf trennt und auch mal eine Beziehung zugibt. Man sollte sich halt nicht in die Pubertät einmischen, dass haben schon etliche Boygroups schmerzlich erfahren.<br />
Zudem ist es störend, dass man den neuesten Volvo praktisch auf die Netzhaut eingebrannt bekommt – ich muss doch schon sehr bitten: Product Placement geht auch geschickter!</p>
<p>Ernüchterndes Fazit bleibt diesmal: Die Produzenten konnten aus Stephanie Meyers literarischem Fehlgriff keinen Diamanten zaubern und, viel erschreckender, durch die bedingungslose Vereehrung tausender Teenager rund um den Globus wird „Bis(s) zum Abendrot“ schließlich noch als „wertvoll“ aufgegriffen werden – zumindest von naiven Gemütern..</p>
]]></content:encoded>
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		<title>„Männer al dente“</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Große Leistung im heimeligen Ambiente – „Männer al dente“ lockt die Hamburger in ihre Programmkinos ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hamburger Programmkinos wirken durch ihre intellektuelle Atmosphäre trotz des Hollywood Flairs auf den Otto-Normal-Verbraucher oft abschreckend. Anspruchsvolle Filme scheinen nicht mit dem Bild eines typischen Kinoabends konform zu gehen. Wenn man sich dann auch noch eine verhältnismäßig kleine Produktion anschauen soll… Ja, darf man denn im Abaton, Holi oder Streit’s überhaupt Popcorn mampfen, lauthals Lachen, in der letzten Reihe knutschen? Na klar. Und bei Filmen wie „Männer al Dente“ fällt es auch gar nicht schwer daran zu glauben.<br />
Die weitgehende Unbekanntheit der Schauspieler und der Mangel amerikanischer Beteiligung stören kein bisschen. Im Gegenteil: Italienisches Lebensgefühl, liebevoller Witz und stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen machen den neuen Film von Ferzan Ozpetek zu einem lohnenden Stück Filmkultur.<br />
Tomaso (Ricardo Scamarcio) ist der Jüngste von Dreien und zu Besuch im elterlichen Haus. Seine Familie ist in Besitz einer traditionsreichen Nudelfabrik und erwartet nach Abschluss des Studiums in Rom eine Beteiligung ihres Nesthäkchens im Unternehmen.<br />
Dass Tomaso eigentlich nicht BWL sondern Literatur studiert hat, schwul ist und keinesfalls plant sich elterlichen Wünschen zu unterwerfen, ist unvorstellbar. Doch Tomaso möchte sich endlich offenbaren. Um sicherzustellen, dass sein Vater ihn wutentbrannt verjagt, plant der Freiheitsdürstende eine Rede zum abendlichen Familienessen. Am reich gedeckten Tisch, zwischen Plaudereien, Scherzen und froher Stimmung erklingt das Klopfen von Silber an Kristall…<br />
Herrlich: Mit „Männer al dente“ erscheint genau zur rechten Zeit ein Film der sich ins Stimmungsbild fügt, wie es kein anderer vermag. Höchsttemperaturen, pralle Sonne, la dolce Vita eben – Italien, wir kommen!<br />
Manch einer mag fragen: Bei dem Wetter ins Kino? Aber bitte, es gibt doch auch noch Abende und sowieso: Das Kino ist klimatisiert, wir befinden uns im telegenen Sommerloch und die WM ist nun auch durch, durch, durch.<br />
Deswegen ist ein Besuch umso dringlicher. Davon abgesehen rechtfertigt sich der Film schon auf Grund des nicht zu verachtenden Aussehens Ricardo Scamarcios. Stimmt er nicht, der uralt Spruch: Alle gut aussehenden Männer sind entweder schwul oder vergeben?<br />
Doch zurück zum Film.<br />
Bis auf die zuweilen äußerst unangenehme Kameraführung – nein, ich habe keine Freude an Übelkeit durch endlose Karussellsimulationen – gibt es kaum Schwachstellen. Das Thema der „Outingproblematik“ ist liebevoll aufgegriffen und, von einer unnötigen Szene abgesehen, ist auch Tomasos Homosexualität nicht humoristisch ausgereizt.<br />
Ein letzter, ungern erwähnter, Hinweis für die heterosexuelle Männerwelt: Auch für sie ist gesorgt – Nicole Grimaudo gibt, die Zielgruppe komplimentierend, das perfekte Abbild der drallen Vollblutitalienerin.<br />
Homos, Heteros, Unentschlossene: Stört euch an der Hitze nicht – stürmt die Kinos!  </p>
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		<title>Avatars Rückkehr</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 13:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 2. September kommt der Film erneut in die deutschen Kinos - eine Ankündigung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sci-fi Fans aufgehorcht: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ kommt am 2. September erneut in deutsche Kinos. Nach klammheimlichen Rückfragen peinlich berührter Bürger, welche es bisher nicht in den Pionier des 3D Kinos geschafft haben, wird er nun noch einmal in allen drei Dimensionen gezeigt.<br />
Das Beste dabei: Auch eingefleischte Fans dürfen dem Termin entgegenfiebern – länger in Pandora verweilen, ein Wunsch dem Produzent James Cameron pflichtbewusst nachgekommen ist. Die neue Version ist ganze 8 Minuten reicher.</p>
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		<title>Popkultur und Poesie</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 14:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[„Poetry“, also Poesie, ist bei Schülern oft unbeliebt. Doch das Finale der Kampf der Künste Poetry Slams beweist: Sprachkunst ist in. Yeah.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Poesie und Lyrik – was im Deutschunterricht als unbeliebt gilt, wird auf Poetry Slams zur ganz großen Performance- und Unterhaltungskunst. Auf dem Hamburger Kampf der Künste Finale im Schauspielhaus haben junge Poeten gezaubert – sie haben Wörter in Kunst verwandelt, Sätze in Gefühle, Sprache in Leidenschaft.</p>
<p>Auf den ersten Blick wirken sie ganz unscheinbar. Sie stehen da vor dem Mikrophon, Menschen, wie man sie täglich auf der Straße, in der U-Bahn, in der Schule und der Uni sieht. Manche von ihnen halten einen Zettel in zittrigen Fingern, andere vergraben die Hände in den Taschen. Doch sobald sie am Mikrophon stehen, unterhalten sie den gesamten Saal mit ihren Worten und werden zu Sprach-Performance-Künstlern. Sie verpacken Popkultur, Gesellschaftskritik und Liebeskummer in Worte, polstern sie aus oder spitzen sie zu – humorvoll, lakonisch, ironisch.</p>
<p>Ich habe geweint, gelacht, war nachdenklich und melancholisch. Auf den mit dunkelrotem Samt bezogenen Plätzen wurden die Zuschauer auf eine Achterbahn der Emotionen geschickt. Kulturelle Veranstaltungen können anstrengend sein – Poetry Slams machen einfach nur Spaß. Wer einmal dabei war, kommt immer wieder.</p>
<p>Eröffnet wurde der Abend von Moritz Neumeier, der mit Liebeskummer-Poesie beeindruckte. Doch kein Schimmer von Kitsch oder Beschönigung – unglücklich verliebt zu sein hat nichts mit Träumerei zu tun. Es tut verdammt weh. Und so schrie und flüsterte Moritz Neumeier auf der Bühne eine unsichtbare Frau an und trieb den Zuschauern die Tränen oder zumindest den nachdenklichen Schimmer in die Augen.</p>
<p>Auch die folgenden Performances hielten sich auf einem hohen Niveau. Ob lapidare Kurzgeschichte (Andreas Weber), ein hochpoetischer Text vom Altbundeskanzler des Poetry Slams, Sebastian 23, mit dem bezaubernden Titel „Holz – der Stoff, aus dem Bäume sind“, feiner Sozialkritik (Jasper Diedrichsen) oder der Gesellschaftskritik mit der direkten Aufforderung „Krieg den Arsch hoch!“ (Bleu Broode); die Slammer bewiesen Vielfalt, Kreativität und Sprachgefühl.</p>
<p>Der Siegertext kam von Marque-Regnier Hübscher. Mit einem „Besserwisser-Text“ griff er aktuelle Diskussionen aus Popkultur, Politik und Human-Interest auf, überspitzte sie bis auf das Äußerste und beendete jedes Szenario mit dem Satz: „Unwahrscheinlich, dass das gut geht!“ Er riss vor allem mit Rhythmusgefühl und geschickter Betonung das Publikum mit und gewann trotz Besserwisser-Attitüde – denn er hatte nun einmal wirklich recht.</p>
<p>Explizit gelobt sei auch die Moderation von Michel Abdollahi, der die Zuschauer lässig durch den Abend führte. Bei Anekdoten aus dem Flugzeug, einem Flirt mit einer Zuschauerin und dem Genuss der „Hausmarke“ wirkte er entspannt, selbstsicher und gebildet – und wurde so selbst zum Performance-Künstler. </p>
<p>Ein Abend irgendwo zwischen Satire, Standup Comedy, Lyrik-Lesung und Performancekunst, der sich gelohnt hat. Mit einem Lächeln auf den Lippen, ein paar Worten in den Taschen und dem Kopf voller Denkanstöße freue ich mich schon auf den nächsten Poetry Slam. </p>
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		<title>Kaffeetrinken ist chic</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 21:19:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Coffeeshops sind ohne Frage eine Modeerscheinung- In sämtlichen Städten an fast jeder Ecke vertreten, bieten Starbucks, Balzac und Co. den Kaffeegenuss für die Generation Globalisierung. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Coffeeshops sind ohne Frage eine Modeerscheinung &#8211; In sämtlichen Städten an fast jeder Ecke vertreten, bieten Starbucks, Balzac und Co. den Kaffeegenuss für die Generation Globalisierung. Wo ist der individuelle Charme Hamburgs und so vieler anderer Städte geblieben, wenn sich alles vereinheitlicht? Auf der ganzen Welt verbreiten sich die Mode-, Fast-Food und nun sogar Kaffeeketten.</strong></p>
<p>Heutzutage trifft man sich nicht mehr im kleinen Café nebenan. Man plaudert auch nicht mehr im eigenen Garten bei einer leckeren Tasse Kaffee oder Tee über den neuesten Klatsch und Tratsch der Umgebung. Heute muss alles größer, schicker und moderner sein. Gemütliche Sofaecken und ein gar überkreatives Ambiente im amerikanischen 20er Jahre Stil locken mittlerweile sogar die hartgesottenen Biertrinker in die auf der ganzen Welt bekannten Coffeeshops.<br />
Während deine Bestellung aufgenommen wird, stehen bereits sowohl die Maschine als auch der Mensch hinter dieser unter Volldampf, um dein Getränk so schnell fertig zu stellen, dass du es bestenfalls direkt nach dem Bezahlen auffangen kannst. Auch darf nicht das im gesamten Café verfügbare Wlan fehlen, das dem Image der Multitaskinggesellschaft die Kirsche auf die Sahne setzt. Wenn du schließlich an der Kasse gefragt wirst, ob du deinen Iced White Caffè Mocha mit einem ´extra shot` möchtest, betrittst du die Ebene der Reichen und Schönen, oder derer, die gern welche wären. &#8211; Wem gefällt das nicht? Geschäftsleute mit dem Laptop auf dem Schoß, den „Mocha- Sahne- Chai- Etwas“ in der einen, das Handy in der anderen Hand bilden den Gegenpool zu den Teenagern, die nicht älter als 13 sind, jedoch geschminkt wie 28 und sich starke Espressokreationen zum mitnehmen bestellen, um auf der belebten Straße aufzufallen und besonders erwachsen zu wirken.<br />
Angekommen an deinem weinroten Flauschsessel wird das warme Ambiente gebrochen durch gehetzte, durch den Laden schreiende Barista und Kellner, die versuchen, den Ansturm von noch viel gestressteren Menschen als ihnen zu bewältigen. Eine entspannte Atmosphäre sieht anders aus.<br />
Wo sind die charmanten Straßencafés geblieben, die den Kaffee noch beim Namen nennen und denselben mit einem leckeren, hausgemachten Stück Kuchen servieren? Wo sind die Nachmittage geblieben, an denen man sich mit seiner besten Freundin bei einer schönen Tasse Tee im Lieblingsbecher über den neuesten Herzschmerz austauscht? In der „Fast- Drink“- Kette gehen diese Gespräche leider unter- sie werden oberflächlicher unter den anonymen, nur sich selbst darstellenden Dialogen der möchtegern- High Society.<br />
Aus der besinnlichen, herrlich- duftenden Kaffeekultur von früher ist eine Kultur der Mega-Coffee-Ketten entstanden, die der Philosophie eines Fastfood Unternehmens gleicht.<br />
Mein Fazit: Ich treffe mich gern mit Freunden in angesagten Läden, aber meine heiße Schokolade trinke ich dann doch lieber mit Milch, als mit aufgebrühtem Wasser aus dem neuesten Kaffeevollautomaten.</p>
<p>Foto: Sebastian Schroeder</p>
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