Interview: Jugendmedienkongress 2019

„Make News statt Fake News“, so ist der Titel des Jugendmedienkongresses 2019. Unter diesem Motto findet am 30. März ein Tag voller Workshops und Vernetzung für junge Medienmachende aus Norddeutschland statt. Die Veranstaltung wird zum dritten Mal von der Jungen Presse Hamburg e.V. ausgerichtet.

Um mehr über den Kongress und die Planung dahinter zu erfahren, habe ich Annika Dallmer-Zerbe getroffen. Sie ist Vorstandsmitglied der Jungen Presse Hamburg und eine der beiden Projektreferentinnen des Jugendmedienkongresses 2019.

Wie ist die Idee entstanden? Wofür der JMK?

Annika: Es gab 2016 den Schülerzeitungskongress und damals haben wir die Entscheidung getroffen, dass wir uns nicht mehr nur an Schülerzeitungen richten wollen, sondern an alle jungen Medienmachenden. Vor allem, weil wir Hilfe zur Orientierung für alle bieten wollten, die vor der Berufsfrage „Irgendwas mit Medien“ stehen.

Was erhofft Ihr euch von der diesjährigen Veranstaltung?

Annika: Wir wollen Medienkompetenz fördern. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass Jugendliche sich dazu befähigt fühlen, ihre eigene Meinung zu bilden und diese auszudrücken. Besonders, da heutzutage Informationen von allen Seiten auf einen einströmen und diese gefiltert werden müssen: Was sind das für Informationen? Kann ich auf die Korrektheit vertrauen? Kann ich mit dieser Quelle arbeiten?
Das kritische Hinterfragen ist das übergeordnete Ziel, das wir durch unsere Workshops fördern möchten.

Für wen ist der JMK?

Annika: Wir richten uns an alle jungen Leute, die sich für Medien interessieren. Hauptsächlich sprechen wir 14 bis 20-Jährige an, allerdings kann man auch mitmachen, wenn man etwas älter ist.

Was erwartet die Teilnehmenden?

Annika: Der Tag startet immer mit einer Keynote – dieses Jahr wird die von Oskar Piegsa, dem Chefredakteur von Zeit Campus, gehalten. Im Grunde ist das ein Vortrag, in dem der Keynote-Speaker über Themen seiner Wahl sprechen kann, beispielsweise über sich und die eigenen Erfahrungen in den Medien. Letztes Jahr hat Mirko Drotschmann uns interessante Einblicke in die „YouTube Insides“ gegeben: Beispielsweise kann er sehen, wann die Leute ein Video abbrechen und er kann ableiten, woran das liegt.
Das Highlight des JMKs sind die Workshops – ein Wissens- und ein Praxisworkshop zu vielen verschiedenen Themen, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Allgemein soll es ein Tag voller Spaß und Freude beim Lernen, Medien machen und Vernetzen sein.

Das ehrenamtliche Planungsteam des JMK 2019 (Foto: Junge Presse Hamburg e.V.)

Wieso sollten sich auch mäßig interessierte Jugendliche anmelden?

Annika: Da der Jugendmedienkongress nur einen Tag lang geht, investiert man wenig Zeit und geht keinerlei weitere Verpflichtungen ein. Es ist eine gute Möglichkeit einmal in die Branche reinzuschnuppern, viel zu Lernen, neue coole Leute kennenzulernen und herauszufinden, ob „Irgendwas mit Medien“ einen vielleicht sogar tiefergehend interessiert.

Wer veranstaltet den JMK? Und wie habt ihr den Kongress geplant?

Annika: Die Junge Presse Hamburg ist Veranstalter. Unsere Schwesterverbände Jugendpresse Schleswig-Holstein und die Junge Presse Pinneberg sind Mitveranstalter. Wir planen den JMK als ehrenamtliches Team und treffen uns so ein bis zwei Mal im Monat.

Welche Schwierigkeiten entstehen während der Planung und Umsetzung?
Und wie seid Ihr mit den Schwierigkeiten umgegangen?

Annika: Das grundlegendste Problem ist, dass wir alle ehrenamtlich arbeiten. Wir organisieren den Jugendmedienkongress in unserer Freizeit und haben dazu alle sehr viel anderes zu tun – Studium, Arbeit, weiteres Ehrenamt. Das ist definitiv schwierig zu koordinieren, trotzdem brennen wir alle dafür und daher nimmt sich im Endeffekt immer jemand die Zeit.

Für was brennst du genau?

Annika: Ich brenne nicht für ein bestimmtes Thema. Was mich erfüllt ist, wenn dieser Kongress stattfindet und die Teilnehmenden einen großartigen Tag haben. Dann stehe ich da und sage: Wow! Das freut mich. Dafür habe ich gearbeitet. Und natürlich sind es auch die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Das Team ist super und den Großteil der Jungen Presse Hamburg zähle ich zu meinen privaten Freunden.

Kannst du den Jugend Medien Kongress in drei Worten beschreiben?

Annika: Kunterbunt. Megafun. Medienliebe.

Und wie kann ich mich für den JMK anmelden?

Annika: Das geht unter www.jphh.de/jmk19/ – da ist die Anmeldung verlinkt und alle Workshops sind noch einmal detailliert aufgeführt.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Junge Presse Hamburg e.V. und Junge Presse Hamburg e.V.
Leonie Theiding Verfasst von: