Ostern ohne die Familie – geht das?


Ostern während einer Pandemie bedeutet Abstriche zu ziehen. Eine lebenslang gepflegte Tradition lässt sich auf einmal nicht mehr zelebrieren. Warum es trotzdem wichtig ist, Ostern auch in Quarantäne zu feiern, hat unser Redakteur Marco zusammengefasst.

Feiertage sind bei vielen Leuten verbunden mit Traditionen. Sei es die Weihnachtsgans am 25. Dezember oder der jährliche Pfingstausflug mit der Familie. Die meisten Feiertage in Deutschland sind christliche Hochfeste. Diese werden oft zum Anlass genommen, Zeit mit der Familie zu verbringen und nach Hause zu fahren. Dort werden dann eben diese Traditionen zelebriert, die man schon sein ganzes Leben lang kennt.
Auch Ostern gehört zu diesen besonderen Festtagen. Es beginnt mit dem Gründonnerstag, dem Tag an dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feiert. Dann folgt der Karfreitag, an dem Jesus gekreuzigt wird. Heute gedenkt man an diesem Tag seinem Tod und dem großen Opfer, das er für die Menschen gebracht hat. Am Ostersonntag wird Jesu Auferstehung gefeiert. Er zählt als der Tag, an dem der Tod endgültig überwunden wurde. Gerade für gläubige Christ*innen ist dieses Fest extrem wichtig.

Alleine anstatt mit der Familie

Doch für Familien, die nicht mehr in einem gemeinsamen Haushalt leben, wird es dieses Jahr ein anderes Ostern werden. Auf einmal gehören die Eltern und Großeltern einer gesundheitlichen Risikogruppe an. Die Zugfahrt nach Hause gefährdet im schlimmsten Fall das Leben anderer Menschen und die eigene Gesundheit. Mutmachende und inspirierende Karfreitags- und Ostergottesdienste können nicht mehr zusammen in der Kirche erlebt werden. Stattdessen muss man sich mit Onlineangeboten zufriedengeben. Jeder ist wohl oder übel abgeschnitten und eingesperrt in seinen eigenen vier Wänden. So wie die letzten Wochen auch.

Tu was für dein Wohlbefinden

Allerdings ist manche Tradition sicher in abgespeckter Form immer noch möglich: Eier bemalen, die Musikwunschshow deines Lieblingsradiosenders hören und das jährliche üppige Osteressen genießen. All das lässt sich auch im eigenen Haushalt erleben.
Dieses Osterfest ist geprägt von Kompromissen und Abstrichen. Aber umso wichtiger ist es, es überhaupt zu begehen, sich nicht unterkriegen zu lassen oder Ostern „ausfallen“ zu lassen. Schon alleine für das eigene Wohlbefinden, denn das wird durch soziale Distanzierung und der Pandemie schon schnell genug angekratzt. Aus dem Quarantäne-Trott herauszukommen und mal zu feiern ist deshalb wichtiger denn je.

Ostern ohne Kirchengemeinde?

Christ*innen, die sich ein Ostern ohne Gemeinde nicht vorstellen können, sei gesagt: Nutzt die Angebote eurer Kirche. Zelebriert zu Hause Video- und Telefongottesdienste. Lest das Ostergeschehen in der Bibel nach. Verabredet euch mit Glaubensgeschwistern zum Telefonat und redet über die frohe Botschaft. Lasst den Heiligen Geist eure Seele berühren!
Egal, was ihr nun aus diesem besonderen Osterfest macht, ob ihr mit eurer WG feiert oder alleine, ob ihr mit der Familie, Freunden oder der Gemeinde per Videochat zusammen seid, genießt die Festtage. Führt eure Ostertraditionen weiter und beschäftigt euch mit dem Ostergeschehen. Dann wird in dieser schwierigen Krise das Osterfest zu einem Freudenfest und einem kraftgebenden Highlight. Frohe Ostern!

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Photo by Dushyant Kumar on Unsplash
Marco Feldmann Verfasst von:

Eigentlich bin ich ja nur der CvD vom FREIHAFEN, aber ab und an schreibe ich dann doch mal was. Wenn ihr Fragen zur Seite, Redaktion oder diesem Text habt, schreibt mir doch 'ne Mail! Tschüssli Müsli :)