DRUCK

So geht Diverstität im Fernsehen

Seit 2018 läuft die Jugend-Serie DRUCK online und im Fernsehen als deutsche Adaption der norwegischen Originalserie Skam. Gucken könnt ihr die Serie auf Youtube und in der ZDF-Mediathek.

Land: Deutschland, Berlin

Staffeln: 8

Folgen je: 10

Dauer Folge: ca. 25 min. 

Hier geht es direkt zur Serie. Erste Folge der 6. Staffel (Fatou):

Worum geht es?

Jede Staffel belgeitet einen Jugendlichen als Hauptfigur. Wenn ihr einen Deep Dive in die Gefühlswelt von Jugendlichen in der Abi-Phase sucht: Hier ist er. Mit allem Drama, allen heftigen Problemen und wunderschönen Begegnungen, die im echten Leben auch dazu gehören. Die Jugendlichen haben verschiedene Hautfarben, Religionskontexte, unterschiedlichste Sexualitäten und Gender. Einige haben psychische Krankheiten oder Süchte. Eltern haben viel und wenig Geld, viel Zeit und wenig. Eben Diversität. Immer hat die Hauptfigur ihre individuellen Kämpfe zu kämpfen. Diskriminierung und Machtstrukturen spielen dabei eine Rolle, definieren aber nicht die Figur. Es eint alle, dass sie viel erleben, viel schaffen und fühlen und DRUCK von außen und innen erleben.

Guckt die Serie, weil:

Weil sie ästhetisch wunderbar ist. Die Kameraführung ist immer nah an den Menschen und wir können richtig intim in ihr Leben eintauchen. On top wirken hier die Instagram-Accounts der Charaktere, die regelmäßig bespielt werden. Das Wunderbare und Einzigartige an der Serie ist, dass fast alle jungen Menschen ihre Identifikationsfigur finden, darin können. Und diese Diversität ist nicht nur gespielt. Auch die Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Autor*innen sind divers. Nicht umsonst hat die Serie den deutschen Schauspielpreis 2021 für das beste Ensemble bekommen.

Kleine Kritikpunkte auf hohem Niveau:

Es wird psychische Erkrankung und Sucht thematisiert, nicht jedoch körperliche Behinderung. Es gibt eine Person, die die Schule abbricht und dann happy ist eine Lehre zu beginnen. Ansonsten machen alle Abi. Die Option Lehre hätte ruhig noch mehr ausgeschmückt werden können.

Mehr davon:

Eine der Casterinnen der Serie, Raquel Kishori Dukpa, machte Hoffnung auf mehr Entwicklung in Richtung Diversität im deutschen Fernsehen: „An alle Jugendlichen da draußen, die nicht das Privileg haben einen Zugang zu diesem Berufsfeld zu bekommen: Wir sehen Euch und wir arbeiten daran, dass diese Zugänge geschaffen werden“.

(Die Serie DRUCK ist Preisträger*innen des deutschen Schauspielpreises in der Kategorie Ensemble, Premiere am 27.09.2021)

Bilder von Youtube

Bild mit freundlicher Genehmigung von Luz Backner / FREIHAFEN
Luz Backner Verfasst von:

Moin Moin. Ich bin Luz, 25 Jahre alt. In Hamburg geboren und geblieben. In den letzten wilden Jahren habe ich Soziologie & Politikwissenschaft studiert und zwei Kinder geboren. Jetzt bin ich auf dem Weg in Richtung Journalismus. Meine aktuellen Wegpunkte sind die Arbeit beim Freihafen und in der Öffentlichkeitsarbeit des LandesFrauenArchiv Hamburg. Nach Arbeit, für die ich Geld bekomme bin ich noch auf der Suche 😉 Mein Journalismus ist generell politisch motiviert. Diskriminierungsstrukturen aufzudecken, sie zu erklären und deren Abbau auf die Tagesordnung setzten, sind meine Ziele. Einschreiten gegen eine Welt voll von Rassismus, Ableismus, Klassismus, Antisemitismus und Sexismus. Das ist es, was ich beim Demos organisieren tue und genauso, mit meinem Journalismus vorantreiben will. Gleichzeitig freut es mich Lobby-Arbeit für wunderbare, schon gelebte Alternativen zu betreiben. Zum Beipspiel für queere, freundschaftszentrierte Familienmodelle, für konsequent ökologisch lebende Kommunen oder Kinder-Disneyfilme, in denen Menschen divers und diskriminierungsarm dargestellt werden. So oft es geht schwimme, laufe oder fahre ich mit dem Rad raus aus meinem vollen Alltag. Zuhause ist es mit Kids, Kakao, Kinderbüchern bei uns aber auch oft kuschelig. Mein Freund und ich teilen uns alle Aufgaben 50/50 und sind begeistert von feministischer Elternschaft. Corona-Zeiten sind jedoch auch für uns super herrausfordernde Zeiten. In Corona-freieren Zeiten steht unsere Tür immer für viele liebe Menschen offen! Die Arbeit in meiner queerfeministischen Gruppe und die tolle Community um mich herum gibt mir den nötigen Support für ein Leben im Patriarchat, Liebe und Glitzer!